Häufig gestellte Fragen

Besteht die Gefahr, sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken?

Bei Coronaviren, die respiratorische Erkrankungen verursachen können, erfolgt die Übertragung primär über Sekrete des Respirationstraktes. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich. Generell ist das gründliche Händewaschen, wie es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfohlen wird, ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Hygiene und kann vor einer Vielzahl weiterer Infektionen wie z.B. Magen-Darm Erkrankungen schützen.

Quelle: Robert-Koch-Institut

 

Was ist über COVID-19 bei Schwangeren bekannt?

Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich, bisher gibt es jedoch keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Quelle: Robert-Koch-Institut

 

Muss ich mit leichten Atemwegserkrankungen für eine Krankschreibung in die Arztpraxis gehen?

Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis maximal sieben Tage ausgestellt bekommen. Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Diese Vereinbarung gilt seit 9. März 2020 und zunächst für vier Wochen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

 

Was soll ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich mit Corona angesteckt zu haben?

Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt. Nur Ärzte können eine Labordiagnostik veranlassen können.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

 

Zahlt die Krankenkasse den Test auf SARS-CoV-2?

Seit dem 28. Februar 2020 übernehmen die Krankenkassen die Testung auf das Coronavirus in einem weiten Umfang. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Arztes, ob eine Patientin, ein Patient getestet werden soll oder nicht.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

Wie lange überlebt das Coronavirus außerhalb des menschlichen Körpers?

Darüber gibt es bisher noch sehr unterschiedliche Aussagen von Forschern. Das Robert Koch Institut geht davon aus, dass sich das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ähnlich wie das SARS-Virus CoV-1 verhält und auf bestimmten Oberflächen wie Metall und Plastik - je nach Feuchtigkeit und Temperatur - bis zu sechs Tage lang überlebensfähig sein könnte - außergewöhnlich lang für ein Virus. Eine aktuelle Studie von US-Forschern, die in Kürze im New England Journal of Medicine erscheinen soll, kam zu dem Ergebnis, dass das neue Coronavirus auf Plastik und Edelstahl bis zu drei Tage lebensfähig bleibt, dabei aber eine Halbwertszeit von 13 bzw. 16 Stunden hat. Das heißt, je halbem Tag halbiert sich auch die Zahl der nachweisbaren, überlebensfähigen Viren. Auf Papier und Pappe sind demnach nach 24 Stunden keine lebenden Viren mehr nachweisbar, in den Schwebteilchen der Luft (Aerosole) bereits nach drei Stunden nicht mehr.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/faq-coronavirus-die-wichtigsten-fragen-und-antworten,Rorgu8D

 

Werden Viren über Pakete oder Briefe übertragen?

Professorin Ulrike Protzer, Virologin vom Helmholtz-Zentrum an der Technischen Universität München (TUM) sagt am 27. Februar 2020 auf BR-Anfrage, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass ein Virus über einen Brief oder ein Paket übertragen wird. "Die saugfähige Oberfläche eines Pakets oder eines Briefes und der Transport an der Luft würden das Virus sicher austrocknen und damit seine Hülle kaputt machen. Zudem geht das Virusgenom kaputt, wenn man es der Sonne oder UV-Licht aussetzt. Es gibt (weltweit) zudem seit fast drei Wochen schon keine Übertragungen aus China mehr, die neueren Fälle sind alle Übertragungen aus anderen Ländern oder in einem Land." Auf anderen Oberflächen könnte es sein, dass sich das Virus länger hält.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/faq-coronavirus-die-wichtigsten-fragen-und-antworten,Rorgu8D

 

Welche Rolle spielen Haustiere?

Bisher gibt es in der wissenschaftlichen Literatur keine Belege für eine Übertragung von SARS-CoV-2 zwischen Mensch und Haustier. Beim Umgang mit Haustieren gelten ganz grundsätzliche Hygieneempfehlungen, um unabhängig von SARS-CoV-2 das Risiko einer Erregerübertragung zwischen Mensch und Haustier zu minimieren.

Quelle: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

 

Darf ich bei einer Ausgangssperre eigentlich noch mit meinem Hund rausgehen, wenn ich selbst nicht infiziert bin?

Prinzipiell dürfen Hundehalter ihre Tiere Gassi führen. Allerdings sollen sie in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung bleiben und müssen in der Regel eine Selbstauskunft dabei haben. Auch sollen die Spaziergänge möglichst kurz sein. Dabei müssen die bekannten Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden: Abstand zu anderen Menschen und Tieren, gründliches Händewaschen nach der Rückkehr in die Wohnung.

Quelle: Spiegel Die Antwort von Philipp Löwe, Redakteur im Ressort Leben:

https://www.spiegel.de/gesundheit/coronavirus-darf-ich-bei-einer-ausgangssperre-noch-mit-meinem-hund-raus-a-bbeb029f-0fdd-410e-9f6f-a9f05bda87db

 

Ist Wasser eine mögliche Infektionsquelle für die Übertragung von SARS-CoV-2?

SARS-CoV-2 ist anderen Coronaviren sehr ähnlich, bei denen in Untersuchungen gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Auch das Risiko einer direkten Übertragung von Coronaviren über den Stuhl infizierter Personen erscheint gering, bis heute ist kein Fall einer fäkal-oralen Übertragung des Virus bekannt.

Das Umweltbundesamt hat eine ausführliche Stellungnahme zum Coronavirus und Trinkwasser abgegeben.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

Müssen wir in Deutschland Versorgungsengpässe mit Nahrungsmitteln befürchten?

Laut Information der Handelsketten ist die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin gesichert. Der Handel reagiert derzeit auf die verstärkte Nachfrage und stockt das Sortiment auf. Wenn es momentan in einigen Filialen vorübergehend zu leereren Regalen kommt, liegen dem noch nicht angepasste logistische Abläufe und explizit keine Versorgungsprobleme zugrunde.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgenden Internet-Link:

https://ernaehrungsvorsorge.de/staatliche-vorsorge/haeufig-gestellte-fragen-faq

Ernährungsvorsorge - Maßnahmen zur Überbrückung von Versorgungsengpässen

Online-Vorratskalkulator - berechnen Sie Ihren persönlichen Vorrat für bis zu 28 Tage

Quelle: https://www.bmel.de/DE/Ministerium/_Texte/corona-virus-faq-fragen-antworten.html#doc13796248bodyText2

 

Bekomme ich weiterhin meinen Lohn, wenn für mich Quarantäne angeordnet wurde?

Ja, Sie bekommen weiterhin Ihr Gehalt vom Arbeitgeber gezahlt. Ihr Arbeitgeber kann sich dann das Geld für die Lohnfortzahlung beim Bundesland zurückholen. Sollte der Arbeitgeber wider Erwarten nicht zahlen, können Sie eine Entschädigung (nach §56 IfSG) von der zuständigen Behörde fordern – die entspricht in den ersten sechs Wochen etwa der Höhe des Nettolohns. Danach der Höhe des Krankengeldes.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

 

Bekommen Selbstständige einen finanziellen Ausgleich, wenn sie wegen der Viruserkrankung nicht mehr arbeiten können?

Ja, Selbstständige und Freiberufler bekommen nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten einen Verdienstausfall ersetzt. Die zuständige Behörde geht dabei von dem Gewinn aus, der im Steuerbescheid für das vergangene Kalenderjahr festgestellt wurde.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Allerdings muss es sich um eine offizielle Quarantäne handeln. Wer begründete Angst hat, sich möglicherweise angesteckt zu haben, sollte also nicht einfach zuhause bleiben und auf eine spätere Erstattung hoffen, sondern einen Arzt oder direkt das Gesundheitsamt konsultieren.

Quelle: www.vgsd.de

 

Gibt es eine Soforthilfe für Unternehmen, Selbständige und Freiberufler

Unternehmen, die durch die Corona-Krise unmittelbar in Not geraten, können Soforthilfen beantragen. Diese Soforthilfen richten sich in allererster Linie an Selbstständige, Freiberufler und kleinere Unternehmen bis 250 Mitarbeitern. Zwischen 5.000 und 30.000 Euro können unbürokratisch beantragt werden. Der Unternehmenssitz muss aber in Bayern sein. Die Soforthilfe ist gestaffelt nach Betriebsgröße und beträgt zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro.

Beantragung: Alle Informationen zur Förderung und das Antragsformular werden in Kürze vom Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft zur Verfügung gestellt: https://www.stmwi.bayern.de/coronavirus/

Quelle: stmwi.bayern

 

Was passiert, wenn der Arbeitgeber Kurzarbeit angeordnet hat?

Etwas anderes als bei der Frage "Habe ich im Fall einer vorübergehenden Betriebsstörung oder -schließung Anspruch auf Entgeltfortzahlung?" gilt etwa dann, wenn der Arbeitgeber berechtigt Kurzarbeit angeordnet hat. Kommt es so zu einem Arbeitsausfall mit Entgeltausfall, etwa weil Lieferengpässe infolge des Coronavirus auftreten und der Betrieb in der Folge nur eingeschränkt oder gar nicht arbeitsfähig ist oder weil ein Betrieb auf behördliche Anordnung schließen muss, so kommt ein Anspruch der betroffenen Arbeitnehmer auf Kurzarbeitergeld in Betracht. Kurzarbeitergeld kann für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten bewilligt werden. Kurzarbeitergeld wird in derselben Höhe wie Arbeitslosengeld bezahlt und beträgt 67 bzw. 60 Prozent der Differenz zwischen dem pauschalierten Nettoentgelt, das ohne Arbeitsausfall gezahlt worden wäre, und dem pauschaliertem Nettoentgelt aus dem tatsächlich erhaltenen Arbeitsentgelt. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Quelle: https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html?nn=67370

 

Das Bayerische Innenministerium hat eine sehr ausführliche FAQ-Liste bereitgestellt.