29. Juli 2016

Erweiterung der Jagdfeldschule

Seit dem 28. Juli ist die EU-Bekanntmachung zum Architektenwettbewerb "Erweiterung der Grundschule am Jagdfeldring" veröffentlicht.

Damit ist der erste Schritt für die Realisierung des Schulbaus erfolgt. In einem gemeinsamen Gespräch mit allen Fraktionen klären wir noch im August das Raumprogramm, das in der Septembersitzung des Gemeinderates verabschiedet werden soll. Entgegen der bisherigen Ankündigungen können wir uns dafür mehr Zeit lassen, weil die Wettbewerbsbedingungen geändert wurden. Die Beschreibung der Wettbewerbsaufgabe muss erst an die teilnehmenden Architekten verschickt werden. Bewerben können sich Architekturbüros, die Erfahrung mit dem Schulbau haben und auch eine gewisse Größe, sprich Anzahl an Mitarbeitern vorweisen können.

In der Gemeinderatssitzung am 26. Juli habe ich noch einmal alle Argumente zusammengefasst, die für den Schulstandort am Jagdfeldring sprechen. Ich fasse sie hier für Sie zusammen:

  • Schon ab 2012 wurden Planungsüberlegungen für eine dritte Grundschule angestellt. Das Jahn-Grundstück wurde im Rahmen der Schulcampus-Alternativen mitgeprüft, ist aber zu klein für eine vierzügige Grundschule.
  • MIt einem Mehrheitsbeschluss stimmte der Gemeinderat am 15. März 2016 für die Erweiterung der Grundschule am Jagdfeldring.
  • Entscheidungsgrundlagen waren: Die Machbarkeitsstudie von m8 Architekten, die Schülerbedarfseinschätzung der Verwaltung, das pädagogische Konzept für Ganztagsunterricht, das sich am Münchner Lernhaus orientiert und mit der Schulleitung der Jagdfeldschule, Frau Dworzak, abgestimmt ist.
  • Wir haben uns für den Standort Jagdfeld entschieden, weil:

    Alle anderen Alternativen nicht geeignet waren; das wurde ausführlich in der März-Sitzung dargelegt
    Man auf einem gemeindeeigenen Grundstück schneller bauen kann.
    • Es keine Grundstückskosten gibt. Das gesparte Geld können wir ins Gebäude und in die Ausstattung stecken.
    Wir eine höhere Qualität durch bessere Infrastruktur erreichen : Sport, Mensa, Hallenbad, Bücherei
    Die  Qualität einer größeren Schule bringt ein größeres Angebot sowie Vorteile bei der Klassenbildung und Einzelförderung
    • Wir Synergieeffekte im Bereich der Verwaltung der Schulen nutzen können.
    Wir eine Dreifachturnhalle für Schul- und Vereinssport bekommen.
    Eine Mensa auch für die Bestandsschule mitgebaut werden kann.
    Freiflächen durch die Aufständerung entstehen, die weit über dem Standard anderer Schulen liegen und den Kindern viel Bewegungsraum bieten.
    • Das Hallenbad um die Ecke liegt.
    Mit einer Tiefgarage keine Flächen für Parkraum versiegelt werden.
    Eine zentrumsnahe Schule entsteht.
    Verkehrs- und Schallgutachten bescheinigen die Verträglichkeit für den Standort am Jagdfeldring
    „Die ermittelte Veränderung ist für den bestehenden Verkehrsstrom im Jagdfeldring nicht relevant.“ heißt es im Gutachten.
    Das Gros der Kinder aus dem Hauptort kommt.
    Buskinder an der Waldluststraße ankommen und einen sicheren Schulweg über den Pausenhof haben.
    • Wir unsere eigenen kommunalen städtebaulichen Leitlinien und die der Bay. Bauordnung einhalten.

Argumente, die gegen eine Schule in Eglfing, hinter dem Bezirksgut sprechen:

 

  • Das Grundstück gehört dem Bezirk Oberbayern und müsste erworben werden.
  • Ein Flächentausch im geplanten Grünzug wurde bereits mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt am 26.01.2016.
  • Faktor Geld: Ca. 6,2 Millionen Euro würde es kosten, eine 14.000 qm große Fläche für das Gebäude und die Außenanlagen sowie 4.700 qm Grund für die Anbindung zu kaufen und zu erschließen. Die Aufständerung spart lediglich 1,2 Millionen Euro ein.
  • Wir müssten trotzdem eine Mensa bauen und eine Einfeldhalle, weil die Jagdfeldhalle zu klein wird.
  • Selbst, wenn wir auf eine Tiefgarage verzichten, lägen die Kosten bei 33,5 Mio. Euro, mit Tiefgarage bei 36,8 Mio. Euro immer mit einer Varianz von - 10 bis + 15 % der Kosten. Für die Jagdfeldschule sind 26 Mio. Euro veranschlagt.
  • Faktor Zeit: Da die Fläche nicht an die Bebauung anschließt, müssten wir den Flächennutzungsplan und die Bauleitplanung ändern. Auch diese Maßnahme müssten wir EU-weit ausschreiben. Danach käme die EU-Ausschreibung für den Schulbau und die Bauzeit. Statt 2020 wäre die Schule dann erst 2023 bis 2025 fertig. Ab 2019 / 2020 könnten wir den Schulbedarf nicht mehr decken.

Ausreichend Grundschulplätze zur Verfügung zu stellen, ist unsere kommunale Pflichtaufgabe.

Am 26. Juli hat der Gemeinderat den Antrag der CSU, den Beschluss zum Bau der Jagdfeldschule auszusetzen, abgelehnt. Damit sichern wir die Bedarfsdeckung an Grundschulplätzen zum Herbst 2020.