25. September 2019

Mehrkosten fürs G9

Vor kurzem habe ich einen Brief an Kultusminister Professor Piazolo von der Bayerischen Staatsregierung geschrieben. Es geht mir darin um unser Ernst-Mach-Gymnasium, konkret um den künftigen Raumbedarf. Als Bürgermeisterin und Vorsitzende des Zweckverbands EMG bin ich mitverantwortlich für das Schulgebäude. Der Switch von G8 auf G9, der vor drei Jahren ziemlich unvermittelt vollzogen wurde, stellt uns im Zweckverband vor Probleme. Die zusätzliche Jahrgangsstufe braucht mehr Platz für die Schüler*innen - mehr Klassenzimmer und Fachräume - den wir im EMG nicht so ohne Weiteres haben.

Es gibt ein gängiges Sprichwort, das besagt "Wer anschafft, der zahlt." Im Behörderdendeutsch nennt man dieses Prinzip Konnexität. Nach meiner Auffassung - die sich mit der des Bayerischen Städtetags deckt - greift beim wiederbelebten G9 genau dieses Prinzip. Will heißen, der Freistaat muss möglichst bald verlässliche Aussagen und Zahlen auf den Tisch legen, zu welchem Zeitpunkt, welche Gelder, zu welchen Bedingungen zur Verfügung stehen werden. Bisher gibt es dazu noch gar nichts.

Diese Millionenausgaben kann man den Gemeinden und Sachaufwandsträgern nicht alleine aufbürden. Ich hoffe, dass sich Freistaat im Interesse von Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften hier bald bewegt und uns Gemeinden Planungssicherheit gibt.