11. November 2016

Haar bewirbt sich um BMW

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ So heißt ein Sprichwort. Nach diesem Grundsatz handeln wir gerade und werfen unseren Hut in den Ring im Auswahlverfahren für die Ansiedlung des BMW Forschungs- und Entwicklungszentrums für autonomes Fahren. Wir müssen dafür als Kommune etwas ungewöhnliche Wege gehen. Gemeinsam haben wir im Gemeinderat beschlossen, die Chance zu ergreifen, dieses innovative Unternehmen nach Haar zu bringen.

Alle Automobilkonzerne stehen derzeit im Wettbewerb um das selbstfahrende Auto. Auch BMW arbeitet mit Hochdruck daran. Künftig will man alle fähigen Köpfe an einem Standort vereinen und weitere Fachkräfte einstellen. Zweitausend Arbeitsplätze würde BMW nach Haar bringen. Die sogenannte „Finckwiese“ bietet auf 15 Hektar ausreichend Platz für eine maßgeschneiderte Lösung und für Erweiterungsmöglichkeiten.

Der Zeitplan für den Bau des Forschungscampus ist ambitioniert. Anfang. Dezember wird sich die BMW AG entscheiden, wo künftig geforscht wird. Schon im Februar 2018 sollen die Gebäude und Außenanlagen bezugsfertig sein. Das ist nur zu schaffen, wenn alle beteiligten Firmen und Behörden eng verzahnt miteinander arbeiten. Aus diesem Grund bringen wir am 17. November in einer Sondersitzung des Gemeinderates den Bebauungsplan auf den Weg. Wir tun das schon vor der Standortentscheidung, damit wir zeitlich die planerischen Voraussetzungen schaffen, um den Baubeginn im Mai 2017 zu ermöglichen.

Ein Investor, die DIBAG, hat das ehrgeizige Projekt auf den Weg gebracht. Mit dem Doblinger-Konzern hat Haar bereits Verbindungen. In den neunziger Jahren übernahm eine Tochterfirma die Wohnungen der Neuen Heimat. 2007 bis 2009 entstand das neue Jagdfeldzentrum mit Büroturm und Kino. Vetrauensvoll gehen wir mit diesem zuverlässigen Partner das Wagnis der öffentlichen Bewerbung ein, um unsere Chance zu wahren. Haar hätte mit BMW einen beträchtlichen Imagewinn, BMW mit Haar einen attraktiven Standort mit hoher Lebensqualität für seine Forschungsgruppe.

Schon in diesem frühen Stadium lade ich Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, am 24. November um 19 Uhr ins Bürgerhaus ein, um Ihnen die Planungen zu zeigen und Ihre Fragen zu beantworten.

Für die Finckwiese haben wir auf eine Firma mit Zukunftsperspektive gewartet. Sie könnte gefunden sein.