10. Oktober 2019

Wohnen muss bezahlbar sein

Wohnen wird die Frage der nächsten Jahre werden, wenn nicht alle politischen Ebenen gegensteuern. Vor Kurzem hat die GroKo in Berlin beschlossen, für die Vergleichsmieten im Mietspiegel nicht nur vier, sondern sechs Jahre zurückzugehen. Das wird den überhitzten Mietwohnungsmarkt ein wenig dämpfen, weil die Mieten damals niedriger waren. In München ist ein Volksbegehren Mietenstopp auf den Weg gebracht worden. Die Stadt Berlin hat einen Mietendeckel bereits beschlossen. Die Auswirkungen werden wir mit Spannung beobachten.

Wie sieht es bei uns in Haar momentan aus? In den nächsten Jahren werden zahlreiche Wohnungen gebaut. Die meisten von privaten Investoren wie im Jugendstilpark, in Gronsdorf an der S-Bahn oder an der Ecke Jagdfeldring/Münchener Straße. Über unsere Vereinbarung zur sozialgerechten Bodennutzung sind Investoren größerer Bauvorhaben verpflichtet, eine gewisse Anzahl an Wohnungen der Gemeinde zur Verfügung zu stellen, die zu günstigerem Mietpreis an unsere Bürgerinnen und Bürger vergeben werden können.

Mit unserem eigenen Kommunalunternehmen bauen wir derzeit 45 neue Wohnungen, die 2020 bezugsfertig sein sollen. Der Umbau des alten Maria-Stadler-Hauses mit dem gemeinschaftlichen Wohnprojekt im ersten Stockwerk wird in Kürze beginnen und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Wohnungsanträge für kommunale Wohnungen erhalten Sie im Rathaus und im Internet.

Ein kleiner, aber wichtiger Baustein für den Mietmarkt wird der Wohnungstausch sein, den wir mit der WSB im Jagdfeld vereinbaren konnten. Wer in einer großen Wohnung wohnt und sich verkleinern möchte, der kann zum bisherigen Quadratmeterpreis umziehen. Die größere Wohnung kann der Eigentümer zum marktüblichen Preis neu vermieten. So haben beide Seiten einen Gewinn. Wenn Sie an einem solchen Tausch interessiert sind, dann melden Sie sich bitte in meinem Vorzimmer bei Frau Berchtold unter berchtold@gemeinde-haar.de, Telefon 089-46002-301.Wir vermitteln an die
zuständige Stelle bei der WSB weiter.