Asiatischer Laubholzbockkäfer

Vor knapp 2 Jahren kam es in den Ortsteilen Ottendichl und Salmdorf aufgrund mehrerer Funde des asiatischen Laubholzbockkäfers zu umfangreichen Baumfällungen.

Um den Verlust des wertvollen Baumbestands wenigstens teilweise auszugleichen, hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis München ein Förderprogramm zur Wiederbegrünung der betroffenen Ortsteile aufgelegt. In seiner Sitzung vom 26.02.2016 wurde dies vom Gemeinderat einstimmig  beschlossen.

Die Gemeinde Haar macht darauf aufmerksam, dass alle durch Fällungen betroffenen Grundstückseigentümer zur Teilnahme an diesem Programm berechtigt sind. Gefördert werden max. 70% der Kosten für die Pflanzung von bis zu zwei Bäumen je Grundstück.

Die Förder-Richtlinien und das Antragsformular finden Sie hier:

Förderprogramm ALB.pdf (pdf, 30KB)

Antrag auf Gewährung von Fördergeldern zur Nachpflanzung von Bäumen (PDF, 33KB)

Eine Bedrohung für den Baumbestand ist aktuell der Asiatische Laubholzbockkäfer. Der über Holzpaletten aus Fernost eingeschleppte Schädling befällt vornehmlich gesunde Laubbäume wie Ahorn, Rosskastanie, Birke, Pappel, Esche, Eberesche, Baumhasel und Weide. Der Käfer ist nur 2 bis 4 cm lang. Ein Weibchen legt bis zu 30 Eier an unterschiedlichen Stellen im Stamm ab. Die geschlüpften Larven sind frostunempfindlich.

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Fundstellen in Feldkirchen, Salmdorf und Ottendichl führten zur Errichtung einer Quarantänezone durch das Landesamt für Landwirtschaft, LfL, die bis nach Haar-Eglfing bis zur S-Bahn reicht. Damit soll die Ausbreitung des Käfers verhindert und die Art ausgerottet werden. Den Text der Allgemeinverfügung und die Karte zur Quartänezone finden Sie auf den Seiten der LfL 

Mögliche Befallsymptome sind

  • Rindenverletzungen mit Saftfluss
  • kreisrunde Ausbohrlöcher von etwa zehn Millimetern Durchmesser.
  • Im Holz graben die Larven große ovale Gänge. Grobe Bohrspäne am Stammfuss oder in den Astgabeln sind die Folge.


In der Quarantänezone gelten für Gartenbesitzer folgende Bestimmungen:

  • Laubbäume sind regelmäßig auf Anzeichen eines Befalls und auf geschlüpfte Käfer zu kontrollieren.
    Vom 1. April bis 31. Oktober alle vier Wochen.
    Vom 1. November bis 31. März einmal.
  • Werden Anzeichen eines Befalls gefunden, müssen sie dem LfL gemeldet werden.
  • Befallene Bäume müssen gefällt werden.
  • Laubbäume und Baumschnitt dürfen nicht aus der Quarantänezone transportiert werden.
  • In der Quarantänezone ist die Neupflanzung von Laubbäumen gestattet. Dennoch sind vor der Neupflanzung von Laubbäumen diese schriftlich der LfL anzuzeigen.

Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten des Landesamts für Landwirtschaft.

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)


 

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