Feuerwehr-Alarmierung

Die Glocke der Nikolauskirche und ein Trompeter, der trötend auf seinem Fahrrad in voller Feuerwehrmontur durch ganz Haar fuhr – das waren die Alarmierungsmethoden der Haarer Wehr vor 100 Jahren.

Doch als Haar dann größer wurde, reichte diese Alarmierung nicht mehr aus, um die Feuerwehrler nachts zum Einsatz zu bewegen. Was man sich dann ausdachte, war äußerst skurril: Extra für die Haarer Wehr wurden Knallkörper in beachtlicher Lautstärke hergestellt, die dann im Feuerwehrgeräteschuppen lagerten. Hinter dem Rathaus waren zwei Eisenrohre in den Boden versenkt und mit einem Holzdeckel verschlossen. Bei Feueralarm entschied dann der Gendarm des Ortes, ob ein, zwei oder gar drei Böller aus dieser Konstruktion abgeschossen wurden – je nach Gefahrenlage. Doch hin und wieder hatten die Böller Ladehemmungen. Dann hat sich eben der Trompeter wieder auf sein Fahrrad geschwungen ...