Der Kraut und seine Insel

Wer kennt die "Kraut-Insel"? Alle Haarerinnen und Haarer kennen sie - allerdings haben wohl die meisten diese Bezeichnung  noch nie gehört. Es ist die "Verkehrsinsel" an der Bahnhofstraße, dort, wo sie die Kurve Richtung Bahnhofsplatz macht und um die die Busse wenden. Ein Bankerl steht da und hohe Bäume, ein paar gepflasterte Wege führen in alle Richtungen.

Aber woher hat sie ihren Namen, die "Kraut-Insel"? Von einem gewissen Makarius Kraut. Besser gesagt von seinem "Kolonialwaren-Laden" direkt gegenüber, am Bahnhofsplatz 2. Makarius Kraut tauchte bereits in den 20er-Jahren als Kolonialwaren-, Lebensmittel- und Futtermittelhändler in den Haarer Papieren auf. Genauer gesagt, von 1925 bis 1980 betrieb er hier dieses Geschäft und bis 1968 hatte er sogar eine Filiale Leib-/Ecke Vockestraße. Und dabei war er nicht mal der erste Besitzer: Kraut hatte den Laden von Johann Greil übernommen, der bereits 1910 hier seine Waren als Kolonialwarenhändler verscherbelte. Noch heute gibt es an dieser Stelle ein Ladengeschäft - mit wechselnder Belegung. Was bleibt?  Die "Krautinsel" gegenüber. Und so wird's auch wohl immer bleiben.