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Vor- und Nachnamen von Kindern; Informationen zur Bestimmung

Jedes Kind führt einen Nachnamen oder Familiennamen und einen oder mehrere Vornamen. Für die Bestimmung des Familiennamens gibt es gesetzliche Vorschriften.

Familiennamen:

  • Ehelich geborene Kinder erhalten den Ehenamen ihrer Eltern als Geburtsnamen.
    • Haben die Eltern bei der Hochzeit keinen Ehenamen bestimmt, bestimmen sie den Familiennamen, den die Mutter oder der Vater zum Zeitpunkt der Erklärung führt als Geburtsnamen des Kindes.
    • Ein Doppelname aus den Namen beider Eltern darf nicht gebildet werden. Eine für das erste Kind getroffene Namensbestimmung gilt auch für weitere Kinder.
  • Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und steht die elterliche Sorge der Mutter zu, erhält das Kind deren Namen zum Zeitpunkt der Geburt. Allerdings kann die Mutter dem Kind auch den Namen des Vaters erteilen, wenn dieser einwilligt. Die hierzu erforderlichen Erklärungen gegenüber dem Standesbeamten müssen öffentlich beglaubigt werden.
    • Sind die nicht miteinander verheirateten Eltern bereits zum Zeitpunkt der Geburt gemeinsam sorgeberechtigt, weil sie vorgeburtliche Sorgeerklärungen abgegeben haben, gilt: Sie können sowohl den Namen der Mutter als auch den des Vaters zum Geburtsnamen des Kindes bestimmen. Hierfür gelten dieselben Regeln wie bei Eheleuten ohne gemeinsamen Ehenamen.

Vornamen:

  • Das Recht zur Bestimmung eines Vornamens beruht auf der elterlichen Sorge. Das bedeutet, die Eltern können den oder die Vornamen frei wählen. Unzulässig sind etwa willkürliche, anstößige oder der Lächerlichkeit preisgebende Vornamen, die das Kindeswohl gefährden.
  • Vornamen müssen das Geschlecht des Kindes ausreichend erkennen lassen. Für Jungen sind deshalb nur männliche Vornamen, für Mädchen nur weibliche Vornamen erlaubt. Ausnahme: Der Vorname „Maria“ ist auch für Jungen erlaubt, wenn er zusätzlich noch einen eindeutig männlichen Vornamen bekommt.
  • Zwei Vornamen, die mit Bindestrich verbunden sind, gelten als ein Vorname und müssen auf allen Dokumenten und bei allen Unterschriften immer vollständig ausgeschrieben werden.

Lehnt der Standesbeamte die Eintragung eines Vornamens mit einer der vorgenannten Begründungen ab, können die Eltern das Amtsgericht am Sitz des für den Bezirk des jeweiligen Standesamtes zuständigen Landgerichts anrufen. Dieses kann nach rechtlicher Prüfung den Standesbeamten anweisen, den oder die gewünschten Vornamen einzutragen.

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Formular & Online-Prozess
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Verfahrensablauf

Die Namensgebung wird mit der Beurkundung der Geburt unwiderruflich.

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Sonstiges
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Rechtsgrundlage
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Zugehörigkeit zu