Werner Mally Restlicht

Vier schlanke Säulen tragen eine Edelstahl-platte – einen Baldachin: formal eine Anlehnung an die transportablen sakralen Räume des Judentums. Ein geschützter Raum, offen, transparent – ein Bild auch für unsere heutige behütete Gesellschaft.

Die Jahreszahlen 1938 bis 1945 perforieren spiegelbildlich mäandernd den Baldachin. Die Sonne projiziert sie auf den Boden. Restlicht – mal leuchtend, kommend und gehend, auch schwach bis unwahrnehmbar.
In der Reichskristallnacht 1938 zeigte der Nationalsozialismus offen seine Menschen-verachtung. Mit der Euthanasie durchdrang sie auch die Nerven- und Heilanstalt Eglfing.
„Restlicht“ ist keine Gedenkstätte im klas-sischen Sinn. Die sinnliche Freude an dem Lichtspiel ist willkommen. Die Lichtstrahlen können aber auch – so der Künstler – zu
„lesbaren Schatten der Geschichte“ werden.

Künstler: Werner Mally

Standort: Jugendstilpark, Casinostraße

Baujahr: 2016

Material Edelstahl

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