Rathaus koordiniert Angebote für Geflüchtete aus der Ukraine


Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine flüchten, sind in Haar willkommen. Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski hatte bereits am Freitag über die sozialen Medien dazu aufgerufen, Unterkünfte zu melden. „Die Bilder von Frauen und Kindern, die ihr Land, ihre Familien verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen, erschüttern. Sie lösen aber auch eine große Hilfsbereitschaft aus, das ist großartig“, bedankt sich der Rathaus-Chef. Mehr als 20 Haarerinnen und Haarer haben dem Rathaus-Chef spontan noch am Wochenende geschrieben und Zimmer angeboten.

Noch am Montagmorgen hat das Haarer Rathaus alle Wohnungsangebote an das Landratsamt weitergeleitet. Dort ist ein Krisenstab Ukraine eingerichtet worden, der Unterkünfte sucht und private Angebote sammelt. "Wir sind im Austausch mit dem Landratsamt", berichtet der Haarer Bürgermeister. "Aktuell wissen wir noch nicht, wie viele Menschen zu uns in den Landkreis und speziell nach Haar kommen werden, deshalb können wir vorerst weder Sach- noch Geldspenden annehmen."

Um im Notfall schnell handlungsfähig zu sein, hat das Rathaus eine Taskforce berufen. Silvia Estermann und Kerstin Onwuama werden die Hilfe vor Ort in Haar koordinieren. Dazu sind sie in Kontakt mit Institutionen, den Kirchen und Vereinen. "Vorerst suchen wir vor allem Frauen und Männer, die die urkrainische Sprache beherrschen und als Dolmetscher zur Verfügung stünden", sagt Silvia Estermann, die das Gesundheits- und Notfallmanagement der Gemeinde Haar verantwortet. Muttersprachler und Menschen, die den Geflüchteten im Alltag helfen wollen, schreiben bitte an ukraine@gemeinde-haar.de. Wer Zimmer oder eine Wohnung zur Verfügung stellen möchte, wendet sich bitte direkt ans Landratsamt an koordinierungsstab-ukraine@lra-m.bayern.de

Auch wenn der Krieg Corona nahezu überlagert, Omikron ist noch nicht gebannt. Darum sollte, wer Verwandte oder Freunde aus der Ukraine bei sich aufnimmt, dringend zum Besuch eines Schnelltestzentrums anraten.

"Hoffen wir, dass die Konfliktlage nicht weiter eskaliert. Das Wenige, was wir aktiv tun können, ist den Ukrainern unsere Solidarität zu bekunden und ihnen zu zeigen, dass wir sie in dieser unfassbaren Situation nicht alleine lassen," so Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski.

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Redakteur / Urheber
Ute Dechent