08. August 2014

Konstituierende Sitzung im Zweckverband Ernst-Mach-Gymnasium

Noch kurz bevor die Schüler des Haarer Ernst-Mach-Gymnasiums in die Sommerferien entschwunden sind, wurde so Einiges über die Zukunft der Schule besprochen: Der Zweckverband traf sich zur konstituierenden Sitzung.

Zunächst galt es jedoch, die Riege der Verbandsvorsitzenden zu ergänzen: Durch die Kommunalwahlen war die Landrätin Johanna Rumschöttel als Stellvertreterin der neuen Verbandsvorsitzenden Gabriele Müller ausgeschieden, sodass für die Amtszeit 2014 bis 2020 neu gewählt werden musste. Einstimmig wurde Landrat Christoph Göbel als erster stellvertretender Verbandsvorsitzender gewählt. Als Vertreterin der Gemeinde wurde Gertraud Vater als zweite stellvertretende Verbandsvorsitzende vorgeschlagen und ebenfalls einstimmig bestätigt.

Vertreter im Verbandsausschuss
Auch der Verbandsausschuss wurde neu bestimmt: Die Gemeinde Haar entsendet dafür Gabriele Müller (Stellvertreter: Horst Wiedemann) und Paul Wieser (Stellvertreterin: Gerlinde Stießberger). Vom Landkreis München wird Landrat Christoph Göbel entsandt (Stellvertreter: Stefan Kern). Im Verbandsausschuss werden unter anderem Vergaben von Bauaufträgen und Leistungen mit einem Wert zwischen 60.000 und 250.000 Euro beschlossen. Die Verbandsvorsitzende kann bis zu einer Wertgrenze von 60.000 Euro selbst entscheiden.

Raumprobleme
So neu aufgestellt ging es dann auch gleich an die ersten Entscheidungen: Bereits im Februar diesen Jahres hatte sich der Zweckverband mit der räumlichen Situation im Haarer Gymnasium beschäftigt: Es zwickt erheblich im Bereich Lehrerzimmer bzw. Arbeits- und Ruheräume für das Kollegium sowie Konferenzräumen. Aber auch im Sekretariat ist man beengt, die Ganztagesbetreuung benötigt Platz, ein Geografie-Fachraum ist gewünscht, ebenfalls ein SMV- und Oberstufen-Zimmer, eine Lernwerkstatt, eine Auszeitraum für die Betreuung schwieriger Schüler, Büros für eine beabsichtigte erweiterte Schulleitung und einen Jugendsozialarbeiter, ein Pförtnerzimmer für die außerschulische Nutzung des EMG. Daneben werden mittelfristig 39 Unterrichtsäume (ohne Fach- und Kursräume) für den Unterricht benötigt.

Streichungen und Umstrukturierungen
Ein Arbeitskreis hat sich in den letzten Monaten mit Realisierungsmöglichkeiten und einem möglichen Raumkonzept beschäftigt. Das nun vorgeschlagene Konzept würde jedoch den Wegfall von zwei Klassenräumen nach sich ziehen – eine dauerhafte Bereitstellung von Mieträumen in der angrenzenden Grundschule wäre erforderlich. Doch das ist nicht möglich, denn die Grundschule kann keine Räume mehr abgeben. Und auch sonst musste das Gymnasium einige Absagen hinnehmen: Büros für die erweiterte Schulleitung sowie einen Pförtnerraum wird es nicht geben. Ansonsten soll im Verwaltungsbereich Platz geschaffen werden – durch Entrümpelung, Auslagern und Neumöblierung. Das derzeitige Elternsprechzimmer wird mit dem davorliegenden Wartebereich vergrößert und einer Mehrfachnutzung zugeführt. Durch Zusammenlegung mit einem Lagerraum entsteht im 2. OG ein größeres Klassenzimmer. Ansonsten empfiehlt man die Mehrfachnutzung der Räume.

Die Kosten werden im Herbst festgelegt. Über den gemeindlichen Anteil wird der Gemeinderat nach der Sommerpause im Hinblick auf den Haushalt 2015 beraten.

Claudia Erl

Im Bild von links:

Die Verbandsräte Horst Wiedemann, Ingrid Lenz-Aktas, Stefan Kern; Bürgermeisterin Gabriele Müller, Landrat Christoph Göbel; EMG-Schulleiterin Gabriele Langner; der stellvertretende Schulleiter Leonhard Baur; die Verbandsräte Dr. Frauke Schwaiblmair, Gerlinde Stießberger, Paul Wieser, Traudl Vater, Dr. Mike Seckinger