26. Juli 2019

Unser neuer Botschafter

Bläulinge sind selten geworden. In Haar sieht man den gefährdeten Schmetterling jedoch häufiger. In Zukunft taucht er sogar noch öfter auf.

Wir sind glücklich und auch ein wenig stolz, dass sich der Bläuling in Haar so wohl fühlt. Denn das tut er nur dort, wo sein Lebensraum noch intakt ist. Genauer gesagt: Dort wo er Pflanzen vorfindet, die ihm als Nahrung dienen. In seinem Speiseplan ist der Bläuling sehr speziell. Wir in Haar geben ihm seit langem seine Lieblingsblumen. In unseren abwechslungs- und blütenreichen Magerrasenflächen findet er Wundklee, Storchschnabel, Esparsetten, Karthäusernelke und mehr. Und deswegen haben wir uns den farbintensiven Schmetterling nun auch als Botschafter ausgesucht: Überall dort, wo der Falter in Zukunft grafisch auftaucht, geht es um Artenvielfalt und die Natur der Gemeinde. Das kann auf einem Schild sein, der Bläuling kann einen Flyer zieren oder in anderen Veröffentlichungen und natürlich auch hier im RathausBlatt auftauchen.
Um die Neugierde auch bei Kindern zu wecken, soll der Bläuling vor allem mit den kleinen Naturforschern sprechen. Er erklärt dem Nachwuchs Bäume, Blumen und Tiere, weiß spannende Besonderheiten der Natur zu berichten. Damit die Kinder einen innigen Bezug zum blauen Botschafter bekommen, dürfen sie sich derzeit einen Namen für ihn ausdenken. Oder für sie. Wir sind nämlich schon ganz gespannt, ob es ein Herr oder eine Dame wird.

 

Info: Etwa 5.000 Bläulingsarten gibt es weltweit: In Deutschland findet man  49 Arten – zumindest theoretisch. Alle Arten stehen unter Naturschutz, die meisten gelten als gefährdet oder sind sogar vom Aussterben bedroht.