04. August 2014

Gütesiegel für die Gemeindebücherei

Mit den Schulen arbeitet die Haarer Gemeindebücherei schon seit Jahren zusammen. Jetzt hat sie für ihre Bildungsarbeit das offizielle Gütesiegel „Bibliotheken – Partner der Schulen“ erhalten. Verliehen wird es alle zwei Jahre von der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen der Bayerichen Staatsbibliothek und des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB). -Leiterin Désirée Bitzer und Bürgermeisterin Gabriele Müller haben die Urkunde beim Festakt in München entgegen genommen.

Leseförderung ist Désirée Bitzer ein besonderes Anliegen. „Wir beginnen schon mit den Kitas, die Kinder für Bücher und Geschichten zu begeistern. Und die Freude daran wollen wir mit unseren vielseitigen Programmangeboten auch in der Grundschulzeit lebendig halten.“ Dazu zählen der Sommerferienleseclub für die Jahrgangsstufen 1 bis 8, die Vorlesereihe „Ohren auf und zugehört“ für 5- bis 7-Jährige oder die Geschichten-Erfinde-Werkstatt. „Uns fällt immer wieder etwas Neues ein“, sagt Bitzer.

Schwerpunkt Grundschulen
Regelmäßig besuchen die Grundschulen die Bücherei. Alle ersten Klassen bekommen eine Einführung in die Bücherei, und jeder kann seinen Leseausweis gleich mit nach Hause nehmen. Und bei diesem einen Besuch bleibt es selten.

Die Ganztagsklassen in der Grundschule St. Konrad, die gleich um die Ecke liegt, kommen alle zwei Wochen. Aber auch privat mit den Eltern, Großeltern und Geschwistern machen sich die Kinder auf in ihre Bücherei zum Ausleihen, Stöbern und Geschichten hören.

Mittelschüler fördern
Da das Ernst-Mach-Gymnasium eine eigene Schulbibliothek hat, liegt der Schwerpunkt der Arbeit mit größeren Schülern auf der Mittelschule. Und hier im Besonderen im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“. Schüler der Übergangsklassen aus Haar und Umlandgemeinden, die aus anderen Ländern und Kulturen stammen, vertiefen ihre Deutschkenntnisse mit Medien aus der Haarer Bücherei.

Bester Beweis dafür, dass sich die Gemeindebücherei bei den Lehrkräften als fester Partner etabliert hat, ist die steigende Zahl an Veranstaltungen speziell für Schülerinnen und Schüler: 2010 waren es noch sieben, 2013 bereits 38.

Bürgermeisterin Gabriele Müller, selbst Lehrerin, ist stolz auf diese Entwicklung. „Es ist wichtig, die Begeisterung für Sprache schon früh zu wecken. Ohne ein gutes Sprachverständnis und Ausdrucksvermögen tun sich die Kinder in der Schule wesentlich schwerer. In vielen Familien gehört Vorlesen zum Alltag. Für Kinder, die dieses Glück nicht haben, sind die Aktivitäten der Bücherei besonders wichtig.“

Ute Dechent