27. Januar 2018

Eine Ampelanlage für Ottendichl

Sie ist ein ewiges Ärgernis für alle Verkehrsteilnehmer: Die Einmündung der Andreas-Kasperbauer-Straße in die B 471.  Jetzt  kommt eine Lösung für die schwierige und gefährliche Verkehrssituation in Ottendichl.

Oft stauen sich die  Autos an der Straßeneinmündung in Ottendichl  weit Richtung Salmdorf zurück. Einfädeln in die Bundesstraße ist zeitweise nur mit gutem Willen der anderen Verkehrsteilnehmer möglich.  Findige Autofahrer umgehen die Kreuzung, indem sie durch ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet fahren. Und das ist nicht nur lästig für die Anwohner, sondern auch gefährlich.  Kurzum: Die Zeit, dass etwas zur Verkehrsentzerrung an der Kreuzung passiert, ist überreif. Schon vor Jahren hat die Gemeinde Haar einen Antrag für eine Ampel an der Bundesstraße gestellt. Tatsächlich wird es jetzt ernst.

Beste Variante ausgewählt

Das Straßenbauamt München hat drei Varianten für die Errichtung einer Ampelanlage an der Andreas-Kasperbauer-Straße vorgelegt. Der Bauausschuss im Januar hat sich für den Vorschlag ausgesprochen, der nach Meinung der Bauabteilung  die komfortabelste und sicherste Lösung darstellt.  Dabei würde die Fahrbahn der B 471 Richtung Westen verbreitert, um einer Linksabbiegerspur Richtung Andreas-Kasperbauer-Straße zu ermöglichen. Die dadurch wegfallenden Parkplätze an der B471 werden nördlich der Einmündung Andreas-Kasperbauer-Straße verlegt. Eine Verkehrsinsel von Feldkirchen kommend wird nahe der Einmündung neu errichtet – das soll den Verkehr abbremsen. Der Vorteil dieser Variante: eine längere Aufstellfläche für Linksabbieger, breitere Spuren sowie eine sanftere Verschwenkung der Fahrbahnen für einen besseren Verkehrsfluss.  

Auf Anregung aus dem Bauaauschuss und von den Zuhörern wird nun nochmal geprüft, ob die Verkehrsinsel näher an den Ortsausgang Ottendichl Richtung Feldkirchen gerückt werden kann, damit der Verkehr  in seiner Geschwindigkeit möglichst schon früher abgebremst wird.

Kein Platz für Kreisel

Für den von einigen Bürgern bevorzugten Kreisel reichen die Flächen an der Kreuzung leider nicht aus. Denn: Aufziehen könnte man den Kreisel nur Richtung Osten - hier könnte Grund hinzugekauft werden. Richtung Westen ist jedoch die Bebauung schon sehr nah an der Straße bzw. an die Einmündung herangerückt - da stehen keine Flächen zur Verfügung. Das Problem, das sich daraus ergibt: Der Kreisel würde dadurch von Feldkirchen nach Haar kommend nahezu einen geraden Durchstich bieten. Sprich: Die Autos müssten sich nicht ausreichend verlangsamen, um in den Kreisel einzufahren. Und somit wäre der ganze Sinn der Maßnahme verfehlt -  denn auch bei dieser Variante  hätten die Autos aus Salmdorf kommend wieder keine Lücken, um sich einzufädeln.