29. November 2018

Neuerungen am Wertstoffhof Haar ab 2019

Altreifen, Altöl & Bauschutt

Altreifen und Altöl werden ab dem neuen Jahr im Wertstoffhof Haar nicht mehr angenommen. Auch Bauschutt darf nur noch begrenzt abgegeben werden. Dafür gibt es gute Gründe.

 Keine Sorge: Die Haarerinnen und Haarer bleiben weder auf Altreifen noch auf Altöl sitzen: Die Reifen können direkt beim Händler oder anderen Entsorgern  - wie etwa AFM – Entsorgung in Feldkirchen -zurückgegeben werden, gegen eine geringe Gebühr. Altöl kann ebenfalls bei den Händlern, alternativ auch bei Werkstätten und Tankstellen zur Entsorgung gebracht werden. Im Wertstoffhof Haar wird das jedoch nicht mehr möglich sein. Und die Abgabe von Bauschutt ist für den Privaten mit 100 Liter Volumen am Tag immer noch kostenfrei zu entsorgen.

Doch warum diese Einschränkungen? Ein Grund ist, dass die Entsorgungsmengen am Wertstoffhof in die Müllgebührenkalkulation einfließen. Je größer also die Mengen ausfallen, die in Haar entsorgt werden, desto höher die Kosten für die Haarer BürgerInnen.

Hohes Altreifenaufkommen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2017 hat Haar 23,45 Prozent des gesamten Altreifenaufkommens im Landkreis entsorgt – überdurchschnittlich viel, wenn man bedenkt, dass es hier 29 Kommunen gibt. „Das legt den Verdacht nahe, dass der Haarer Wertstoffhof intensiv auch von Firmen oder Auswärtigen in Anspruch genommen wurde – natürlich auch, weil die Abgabe hier kostenfrei war“, erklärt Umweltreferent Andreas Nemetz. Natürlich kann und hat man verstärkt Ausweiskontrollen durchgeführt - jedoch wirklich effektiv zu kontrollieren, das ist im vollen Betrieb nicht zu stemmen.

Besondere Auflagen für Altöl

Auch beim Thema Altöl war man bislang sehr kulant im Haarer Wertstoffhof: Nur noch ein Wertstoffhof im Landkreis München und der Zweckverband München Südost nehmen das mit besonderen Sicherheitsvorschriften belegte Material an. 260 Liter Altöl landeten 2017 am Haarer Wertstoffhof – die können nun an den alternativen Abgabestationen zurückgegeben werden.

Bauschutt – nicht von Firmen

Beim Bauschutt ist die Problematik ähnlich gelagert wie bei den Altreifen: Es werden teilweise große Mengen angeliefert, manchmal eindeutig in Firmenwägen – doch bei Nachfrage wird dann ein Haarer Ausweis gezückt. Oft sind die Anlieferungen aber ein klarer Fall für den bestellten Bauschutt-Container vor dem Haus. „Für den kleinen privaten Umbau im Haus oder der Wohnung ist der Wertstoffhof als Entsorger immer noch zu haben. Handwerksbetriebe und Firmen jedoch müssen ihre Bauschutt-Entsorgung anderweitig vornehmen“, erklärt Haars Umweltreferent.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Änderungen aus.

Auf dem Foto: Andy Menzel, Wertstoffhofleiter