26. Februar 2015

Arbeitskreis zur Schulentwicklung eingerichtet

Wir haben die Gelegenheit, die Schullandschaft in Haar neu zu gestalten“, verkündete  Bürgermeisterin Gabriele Müller  während der jüngsten Gemeinderatssitzung. Und tatsächlich: Szenarien sind viele möglich. Damit wird sich ab jetzt ein Arbeitskreis beschäftigen.

Haar wird Realschulstandort, das steht seit der Bewilligung des Kultusministeriums fest. Die Probeeinschreibung für FOS und BOS läuft aktuell und wird zeigen, ob es genügend Schüler für solche Schulformen in Haar gäbe. Die beiden örtlichen Grundschulen werden dem Zuzug durch die baulichen Entwicklungen auf Haarer Flur, vor allem dem Jugendstilpark, und der stetigen Ausweitung in Richtung Ganztagesbetreuung nicht mehr standhalten können – der Bau einer dritten Grundschule wird wahrscheinlich nötig. Und auch das örtliche Gymnasium hat keine zusätzlichen Kapazitäten mehr. Könnte man da nicht die Grundschule St. Konrad zur vollständig gebundenen Ganztagesschule ausbauen und dafür das benachbarte Gebäude der Mittelschule nutzen? Sollte die Mittelschule mit der Realschule zusammengeschlossen werden oder gar in das Gebäude des Ernst Mach Gymnasiums ziehen, das dann wiederum einen Neubau erhält? Oder wird eine der bereits in Betracht gezogenen Campus-Lösungen für Realschule/FOS/BOS umgesetzt? Wie gesagt: Szenarien sind viele denkbar.

„Zukunft Schule Haar“
Ob die funktionieren könnten, bezahlbar sind und wie sie gestaltet werden können – damit wird man sich in Haar ab sofort beschäftigen. Gabriele Müller schlug  vor, einen Arbeitskreis mit dem Titel „Zukunft Schule Haar“ zu installieren. Dieser soll sich die komplette Schullandschaft der Gemeinde vornehmen – schließlich stehe die Gemeinde laut Aussage des Kultusministeriums bei der Umsetzung der Realschule noch nicht unter Zeitzwang. Damit erweiterte Gabriele Müller den Antrag der CSU, die sich mit einem Arbeitskreis der Standortsuche für den Schulcampus Realschule/BOS/FOS widmen will.

Einstimmig beschlossen
Die Gesamtplanung der örtlichen Schulentwicklung aufzurollen wurde von Mike Seckinger (Bündnis 90/Gründen) sehr begrüßt, während der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Dietrich Keymer mahnte, den Aspekt  des fehlenden Zeitdrucks nicht zu sehr zu betonen. Trotzdem konnte die Einrichtung einer gesamtplanerischen Arbeitsgruppe im Gremium einstimmig beschlossen werden – nachdem die CSU festhalten ließ, dass tatsächlich auch der Schulcampus Teil der Planungen sein wird. Daran ließ Gabriele Müller keinen Zweifel.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind - neben der ersten Bürgermeisterin und Vertretern der Verwaltung - Thomas Reichel (CSU), Dr. Dietrich Keymer (CSU), Horst Wiedemann (SPD), Dr. Alexander Zill (SPD), Petra Tiedemann (Bündnis 90/Grünen), Antonius van Lier (Freie Wähler)

Claudia Erl