28. Oktober 2016

Schulklassen besuchen die Bürgermeisterin

„Wie lange gibt es die Gemeinde schon?“ „Was machen Sie denn, wenn Sie nicht im Rathaus sind?“ „Hat Eglfing ein eigenes Ortsschild?“ „Wie viel Geld gibt die Gemeinde im Jahr aus?“ „Wieso gibt es überhaupt Parteien?“ Die Kinder der vierten Klassen der St. Konrad Grundschule sind neugierig. Und sie stellen kluge Fragen. Kein Wunder: Hatten sie doch im Unterricht gerade das Thema Gemeinde und kennen sich schon sehr gut damit aus. Zum Abschluss dieses Themengebiets durften sie schon traditionell die Bürgermeisterin im Rathaus besuchen – die all die Detailfragen, die bislang offen geblieben sind, beantwortete.

Aus dem Effeff können die Mädchen und Buben die verschiedenen Ämter im Rathaus aufzählen. Überhaupt wissen sie vieles, haben also offensichtlich in den letzten Wochen im Unterricht besonders gut aufgepasst. Und trotzdem bleibt ihnen beim Vortrag von Gabriele Müller im großen Sitzungssaal manchmal vor Staunen der Mund offen.

Vom Herbstlaub bis zur Sportförderung

Dass die Gemeinde Millionenbeträge dafür ausgibt, dass sie im Sommer ins Freibad gehen oder mit dem Fußballverein im Stadion kicken können, das war den Kindern neu. Überhaupt: Was die Bürgermeisterin mit dem Gemeinderat, der Verwaltung, dem Bauhof und Co so alles zu stemmen hat, beeindruckt: Vom Spielplatz bis zur Müllabfuhr, es wird sich um ältere Menschen gekümmert oder um die, die weniger Geld haben. Die Straßen werden in Ordnung gehalten, man macht sich Gedanken über die Energiegewinnung und neue Häuser und Wohnungen. Die Gemeinde organisiert große Feste und sorgt auch für Kunst und Kultur in Haar. Aber auch das Laub am Friedhof muss weggemacht werden. Viel zu tun also. Und viel nachzufragen: Immer wieder schnellen die Finger in die Höhe am runden Sitzungstisch – der Wissensdurst des Haarer Nachwuchses ist erfreulich groß.

Probesitzen im Bürgermeistersessel

Doch dann ist noch eine kleine Hausführung angesagt – und Gabriele Müller lädt die Kinder in ihr Büro ein. Die Viertklässler dürfen sogar einen Blick in die Arbeitsmappe der Bürgermeisterin werfen – und Probesitzen auf dem Bürgermeisterinnen-Sessel. „Sehr bequem“ lautet das Urteil. Vielleicht ist das der Grund, warum dann noch eine Frage im Raum stand. „Wie kann man denn im Rathaus zu arbeiten anfangen?“ möchte eines der Mädchen wissen. Nach der Schulzeit bewerben, so einfach ist das.

Claudia Erl