08. Mai 2015

Tausend kleine Kinderbeine unterwegs

Zum letzten Mal: Auf die Füße, fertig, los! Ich bin so traurig, dass unsere gemeinsame Wanderung vorbei ist aber auch so glücklich, weil ich euch alle kennengelernt habe. Ihr seid die besten Tausendfüßler-Wander-KameradInnen!

Gestern schlugen wir unser Lager am Sebkhet Chemila, einem Salzsee auf. Jetzt muss ich euch ja verraten, was ein Salzsee ist – es ist ein See, mitten im Land und das Wasser ist wie im Meer salzig. Meistens liegen sie in Wüsten. Wüsten? Sind wir denn in einer Wüste? Ja, bald. Lasst uns noch ein wenig laufen, dann…erreichen wir Tatouine – in der Sprache der Berber heißt dieses Wort Wasserquelle. Auch die Franzosen haben diesem Ort einen Namen gegeben:„Das Tor zur Wüste“. Ja, wir sind in einer Wüste. In der Wüste Sahara. Wir sind miteinander zum Tor der Wüste gelaufen! Jetzt kommen lange keine Orte mehr. Nur Sand und Sonne. Nein, da sehe ich etwas. Ist es Wirklichkeit oder eine Fata Morgana? Doch, da ist mitten in der Wüste ein Ort – El Borma – und eine Grenze. Wir verlassen Tunesien und betreten Algerien. Nun sind wir am „Östlichen Großen Erg“. Erg bedeutet Sandmeer. Wir sind also am Östlichen Großen Sandmeer der Sahara angekommen.

Was nun? Sollen wir weiter miteinander diesen schönen, fremden Kontinent erforschen. Sind wir mutig genug zusammen in einer Karawane die Wüste zudurchqueren? Ja? Wunderbar, dann warte ich hier auf euch und im nächsten Jahr um die gleiche Zeit da kommt ihr wieder und wir wandern gemeinsam durch Afrika. Uiii, vor Freude kitzelt es richtig in meinem Bauch…

Natürlich könnt ihr das ganze Jahr und vor allem im Sommer schön weiterüben und mit euren Eltern viel laufen, rollern und radeln – ihr wisst ja, Übung macht den Meister. Und Meister sind wir alle. Wir sind die Haarer-Meister im Kita-Gehen! Zusammen sind wir 3.132,78 km gelaufen. Und zusammen haben wir 625 kg CO²
eingespart. Und zusammen haben wir die Energie von 964 Äpfeln verbraucht. Zusammen waren wir einfach SPITZE! Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr.

8. Tag:

Auch heute wünscht "Füßeflix" einen schönen Tag: Heute bin ich ein wenig traurig, weil ich weiß, dass unsere Reise miteinander bald zu Ende ist. Aber das Wetter ist wieder schön und ich rufe euch zu: „Auf die Füße, fertig, los!“

Die Insel Sizilien ist sehr groß und unsere Etappe führt uns nach Catania einem Ort an der Küste zum Mittelmeer. Dies ist nun schon das dritte Meer auf unserer Reise – vielleicht schaffen wir es noch bis zu einem Ozean? Aber weiter geht unsere Wanderung über die schöne Mittelmeerinsel bis nach Agrigent. Wohin jetzt? Überall nur Wasser und Meer. Wir sind am Ende von Italien angekommen. Nein, es gibt noch eine Insel mitten im Meer zwischen Europa und Afrika. Die Insel ist nur 20km² groß das ist in etwa zweimal so groß wie Haar – also eine sehr kleine Insel.

Also, auf geht es nach Lampedusa. Jetzt können unsere Füße ein wenig ausruhen. Wir fahren nämlich mit der Fähre. Auf der Insel angekommen sehen wir sehr viele Menschen, Zelte, Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte, Helfer. Auf der Insel sind viele Flüchtlinge aus Afrika angekommen. Sie sind alle oft sehr schwach und krank von der Überfahrt und brauchen Hilfe.

Mit alten und kaputten Booten versuchen viele verzweifelte Menschen vor Armut, Hunger und Krieg in ihrer Heimat zu fliehen. Die Hoffnung auf ein besseres Leben lässt sie alle Angst vergessen und sie fahren mit diesen kaputten Booten, mit viel zu vielen Menschen – oft ohne Essen und Trinken – auf das Meer hinaus. Ich glaube, dass man sehr unglücklich sein muss, wenn man so viel Schmerzen und Angst auf sich nimmt.

Ich möchte gerne mit euch nach Afrika weitergehen. Wir nehmen ein Boot und landen auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde. Unser Hafen heißt Zuwara und liegt im Land Libyen. Es ist hier sehr warm 31°C! Durch eine Wüste wandern wir in den Ort Ben Gardane. Er ist bekannt für seine Dromedare. 15.000 Tiere leben in dem Ort und im Juni gibt es immer ein großes Festival der Dromedare.

Jetzt haben wir schon viel Schönes aber auch trauriges gesehen. Unser Lager für die Nacht haben wird heute mitten in der Wüste am Salzsee „Sebkhet Chemila“ aufgeschlagen. Was ist denn das? Ein Salzsee? Tja, das sage ich euch morgen…

 

7. Tag:

Füßeflix erzählt: Puh, heute ist es wieder nass. Wie gut, dass wir nicht aus Zucker sind! Und das Gummistiefel anziehen geht bei mir jetzt auch schon viel schneller, das habe ich schon gut gelernt – ihr auch?

Wir wandern heute durch die Region Kalabrien. Hier wächst leckeres Obst an Bäumen. Wollt ihr raten, was es ist? Da vorne sehe ich schon einen Baum mit orangen Früchten. Gleich pflücke ich mir ich eine. Aber vor dem Probieren muss noch die Schale ab. Mmmmh leeecker, süß und saftig! Habt ihr raus, was es ist? Richtig, eine Apfelsine oder auch Orange. Oh und da vorne hängen gelbe Früchte. Die probiere ich auch. Lasst uns schnell hin laufen. Schale ab und …brrrrr, ist das aber sauer! Was war das denn? Habt ihr eine Idee? Genau, das war eine Zitrone.

Bei Sibari müssen wir nochmal ein bisschen durch die Berge steigen, denn wir wandern nach Villa San Giovanni, wieder ans Meer. Ohhh schaut mal wie niedlich: Da ist ja ein Eidechsen-Baby, das traut sich sogar auf eine Kinderhand. Findet Ihr nicht auch, dass es mir ähnlich sieht? Passt bloß auf, dass sein Schwanz nicht abbricht!
Und wisst ihr was wir jetzt geschafft haben? Wir sind bis ans Ende von Italiens Festland gelaufen! Weil wir so fleißig waren, dürfen wir unsere Beine ausruhen, steigen hier in eine Fähre und fahren auf eine Insel. Die heißt Sizilien und gehört auch zu Italien. Das dauert gar nicht lange, wir können sie da drüben schon sehen. Und einen riesigen Berg können wir in der Ferne sehen. Das ist der Ätna. Es ist der höchste Vulkan Europas. Wie gut, dass er ganz friedlich ist.

Nachdem wir uns auf der Fähre so gut erholt haben, schaffen wir jetzt noch den Weg am Meer entlang nach Patti.
Heute sind wir wieder über 370 km gelaufen und haben eine große Wolke CO2 eingespart. Da freuen sich auch all die Tiere, die wir unterwegs getroffen haben. Habt ihr auch schon Tiere gesehen auf eurem Weg zur Kita?

6. Tag:

Auf die Füße, fertig los! Die Sonne scheint – alle meine 1000 Füße vorwärts,marsch! Heute habe ich mich eingecremt und mir einen Sonnenhut aufgesetzt, denn wir sind schon ganz weit unten im Süden von Italien und es ist soooo heiß. Aber was sehe ich da? Eine Stadt und ihr Name ist „Napoli“. Ha! Das kenne ich. So heißen die Spagetti die ich immer esse, lecker! Dabei wurde in Neapel – so nennen wir Deutschen Napoli – nicht die Spagetti
sondern die PIZZA erfunden. Danke Neapel, das ist mein Lieblingsgericht. Und schön ist es hier, da möchte man am liebsten ganz lang Pause machen. Aber wir müssen weiter.

Jetzt kommen wir in eine wunderschöne Landschaft. Alles blüht und ist herrlich grün und fast ein bisschen „Urwaldwild“. Wir sind am Monte Volturino. Das ist ein erloschener Vulkan – whaaa, ist schon ein wenig gefährlich… Aber nein, er ist ja erloschen. Doch die Lava der früheren Vulkanausbrüche ist jetzt ein ganz fruchtbarer Boden auf dem viele Pflanzen sich so wohl fühlen, dass die Landschaft wie ein Paradiesgarten wirkt. Oh, da sehe ich einen Segelfalter – einfach nur schön unsere Natur.

Nach einer kurzen Pause wieder auf die Füße, fertig, los! Jetzt kommen wir nach Policoro und irgendwie stinkt es hier nach Käsefüße. Natürlich, wir sind schon ganz unten am Stiefel von Italien (Ich hoffe ihr wisst, dass Italien aus der Luft betrachtet wie ein Stiefel aussieht). Wohin wird uns morgen unsere Reisebringen? Vielleicht auf eine Insel?

Heute haben wir wieder sehr viel für unsere Umwelt getan. Insgesamt wurden 31 Kg CO² von uns eingespart. Und Energie haben wir verbraucht…Wenn ich alle die Energie die wir verlaufen haben in Äpfeln nehme, sind das 644
Äpfel. Und wenn ich daraus eine große Apfelschlange lege (oder einen Apfeltausendfüßler) dann geht das vom Kindergarten in Ottendichl, zur Konradgrundschule, zur Grundschule am Jagdfeldring und dann noch zum
Freibad. Wahnsinn – wir sind wirklich die besten Läufer in ganz Haar (und Salmdorf und Gronsdorf und Ottendichl).

5. Tag:

Füßeflix erzählt: Heute ist ein toller Tag. Wir haben noch eine Nachmeldung der Kinder aus dem Evang. Haus für Kinder erhalten und können die Kilometer von letzter Woche nun nachträglich heute gehen. Haltet euch fest… es sind somit heute insgeamt 562 km. Wow, super! Durch den Feiertag und das Wochenende hatten wir aber
genug Zeit zum Kräfte sammeln.

Da der schiefe Turm von Pisa schon zum Greifen nah ist, besichtigen wir ihn natürlich. Wahnsinn, der ist ja wirklich schief. Wenn man weiter weg geht, kann man lustige Fotos machen. „Seht her, ich halte den Turm fest“. Puh, heute ist es ganz schön warm. Schade dass wir nicht mehr an der Adria sind und schwimmen gehen können. Doch was ist das? Schon wieder ein Meer? Ja, wir sind jetzt auf der anderen Seite von Italien, in Livorno und da befindet sich
das ligurische Meer. Also Kinder, lasst uns in die Fluten springen.

Unsere nächste Station auf dem Weg ist Siena. Sie gilt als die schönste Stadt der Toskana. Aber nicht nur das macht die Stadt so besonders. Hört mal genau hin… Könnt ihr die vielen Hufe hören? Am zentralen Platz „Piazza del Campo“ finden schon seit der früheren Geschichte Pferderennen statt. Lasst uns doch mal zuschauen. Heute können wir so viele tolle Städte besuchen. Wollt ihr mal bunte Tiere sehen? In Capalbio im „Giardino del Tarocchi“ hat eine französischamerikanische Künstlerin namens Niki de Saint Phalle einen ganzen Park mit bunten und verrückten Skulpturen geschmückt. Schaut mal, die schönen Farben.

Kennt ihr eigentlich die Hauptstadt von Italien? Sie heißt Rom und die Einwohner Römer…uuuggghhh gefährlich. Hier steht eines der berühmtesten Bauwerke der Welt: Das Kolosseum. Das war in der Kaiserzeit ein Veranstaltungsort, wo viele grausame Spiele und Kämpfe ausgerichtet wurden. Sehr beliebt waren die Gladiatorenkämpfe und Kämpfe zwischen exotischen Tieren. Puh, bin ich froh, dass ich das nicht sehen muss.

So, lasst uns noch ein kleines Stückchen gehen, in die Stadt Gaeta. Hier gibt es einen schönen Hafen und wir können gemütlich den Schiffen zuschauen. Nach so einer langen Reise haben wir sicherlich viel CO2 eingespart und seeeehr viel Energie verbraucht. Unsere heutigen Ergebnisse: Einsaprung CO2: 46,4 kg CO2 Energie in Milchschnitten: 294 Milchschnitten Energie in Äpfeln: 529 Äpfel
Das ist SUPERMEGASPITZENGIGANTOGIGANTISCHEXTRAGENIAL !!!

4. Tag:

Füßeflix erzählt: Ein paar neue Kinder sind noch zu uns gestoßen: Das ist spitze!!! Die Konradkinder machen noch einen Tag Pause. Lasst uns doch mal schauen wie weit wir kommen und was wir heute alles erleben.

Wir verlassen Ravenna und die schönen Kirchen und Mosaike und gehen schnurstracks nach Rimini. Kennt ihr das? Es ist ein bekannter Badeort, direkt am Meer. Toll! Zieht schnell die Badesachen an und lasst uns Wellenreiten üben. Dieses Meer ist das Mittelmeer, genauer gesagt die Adria. Ihhhhhh ist das salzig. Wir trocknen uns ab und verlassen Italien! Was? Italien verlassen? Nein, nicht so richtig. Wir besuchen „San Marino“. Das ist eine Republik mitten in Italien, also wie ein Land in einem Land. Wisst ihr, wie man die Einwohner
nennt: San-Marinesen… hihi. So, lasst uns schnell ein Eis essen im äh in Firenze. Wer kennt das Firenze, also
die Eisdiele in Haar? Firenze ist aber auch ein Ort in Italien und dahin wollen wir jetzt marschieren. Aber etwas ist komisch, wenn ich auf meine deutsche Landkarte schaue, finde ich den Ort nicht… Woran kann das liegen? Ich frag schnell mal nach. Ah, jetzt weiß ich es. Die Städte heißen in den jeweiligen
Sprachen anders. Firenze haben wir Deutschen mit Florenz übersetzt. Auchschön. Egal wie wir es jetzt nennen, ich bin erster in der Eis-Schlange: „Einmal Stracciatella bitte“

Frisch gestärkt gehen wir weiter bis nach San Miniato. Das ist ein kleiner Ort vor einer sehr berühmten Stadt. Was sehe ich denn da in der Ferne? Wieder ein Meer? Und ist das ein Turm? Der ist aber schief. Wer weiß wohin wir morgengehen?

Insgesamt sind wir heute 257 km gelaufen, haben 21,3 kg CO2 eingespart und haben so viel Energie verbraucht wie 180 Milchschnitten und 323 Äpfel. Super!

3. Tag

Füßeflix, das Tausendfüssler-Maskottchen erzählt: Heute freue ich mich auf unsere Wanderung! Die Sonne lacht so schön vom Himmel. Jetzt können wir bergab laufen – da muss ich ja aufpassen, dass mir meine 1000 Füße nicht durcheinander geraten. Rennt mir nur nicht davon! Da
vorne sehe ich auch schon das Meer. Oh, und da ist Venedig. Das ist eine tolle Stadt. Hier gibt es keine Straßen,
sondern Kanäle. Und da können die Leute gar keine Autos gebrauchen. Stattdessen benutzen sie Boote. Gondeln heißen die schönen schwarzen Boote. Hinten drauf steht der Gondoliere mit seinem Hut, der mit einem langen Ruder die Gondel fährt und steuert. Ich finde es ja prima, dass es eine ganze
Stadt ohne Autos gibt.

Jetzt müssen wir aber weiter. Unsere nächste Pause machen wir am Po. Ja ihr habt richtig gehört – am Po. So heißt hier nämlich der große Fluss, über den wir müssen. So ein lustiger Name, da wackelt ja mein langer Bauch vom Lachen. Jetzt ist es gar nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Ziel. Wir laufen heute nämlich nicht ganz so weit, weil uns die Kinder aus St. Konrad fehlen. Gut dass sie bald wieder mit machen. Aber trotzdem haben wir heute 239 km geschafft.

Heute bleiben wir in Ravenna. Das ist eine ganz berühmte italienische Stadt, weil es hier Kirchen mit wunderschönen Mosaiken gibt. Das sind Bilder, die ausTausenden kleiner bunter Steine zusammengesetzt werden, so das richtige Bilder mit Kaisern und Tieren und vielem anderen entstehen. Das sieht wunderschön aus, viele Steinchen sind sogar golden!

Wir habe wieder ganz schön was geschafft heute: 20 kg CO2 haben wir schon wieder eingespart. Und wir haben inzwischen so viel Energie verbraucht, wie 136 Milchschnitten. Aber der Berg Äpfel ist wieder viel höher: 245 Stück!

Auf morgen freue ich mich auch schon wieder – da kommen wir in die Stadt Firenze, die heißt so wie unsere Eisdiele in Haar. Bestimmt gibt es da leckeres Eis. Kommt ihr wieder mit?

2. Tag

 

Füßeflix, das Tausenfüssler-Maskottchen der Aktion "Auf die Füße, fertig, los!" erzählt: Ach du meine Güte ich bin schon ganz kaputt. Aiaiai, ein Regentag ist für einen Tausendfüßler ganz harte Arbeit – ich muss 1000 Gummistiefel anziehen! Aber jetzt habe ich es geschafft. Seid Ihr bereit? Dann, auf die Füße fertig los! Mit dem Überschreiten des Brennerpass sind wir in Italien! Und wenn wir eh gerade da sind, wäre es doch nett wenn wir die Partnergemeinde von Haar den Ort Ahrntal besuchen. Oh, wir können uns ja wunderbar mit allen unterhalten. Wie geht denn das, in Italien? Nun, wir sind in Südtirol und dort sprechen die meisten Leute deutsch – besser gesagt: Südtirolerisch. „Hallo, wir sind Kita-Kinder aus Haar und wenn alles gut geht, laufen wir bis nach Afrika. Jetztmüssen wir aber weiter“.
Jetzt kommen wir in einen Ort der heißt Stern und ich kann nicht verstehen wie die Leute reden. Dabei sind wir doch noch in Südtirol. Nun, in diesem Ort gibt es noch viele Menschen die eine schon fast vergessene Sprache können – Ladinisch. Das klingt sehr schön und interessant, aber wir müssen weiter. Jetzt geht es nämlich ganz hoch hinaus bis auf 1211m in den Ort Cortina d'Ampezzo.Das ist ein bekannter Skiort in dem schon olympische Winterspiele und Skiweltmeisterschaften waren. Schau mal, da liegt noch Schnee. Vorsicht, Schneeball! Jetzt aber wieder runter vom Berg und weiterlaufen bis zum schönen Ort Mel. Dort auf der Burg „Castello die Zumelle“ können wir schon in weiter Ferne sehen wohin wir morgen gehen – Venedig!

Man waren wir heute wieder fleißig – wir sind gemeinsam 287km gelaufen und insgesamt schon 516km. Das ist wirklich eine starke Leistung!

Heut haben wir 24,10kg CO² eingespart. CO² ist in der Luft und für Menschen, Tiere und Pflanzen nicht gesund. Doch die Natur hat schon dafür gesorgt, dassdie Luft davon gereinigt werden kann – durch die Bäume. Ein Baum kann in einem Jahr 12,50Kg CO² binden. Aber wenn es zu viel CO² und zu wenig Bäume sind. Wenn es zu viele Straßen und Autos und zu wenig Wälder gibt? Was ist dann? Und Energie haben wir wieder verbraucht. Die Energie von insgesamt schon 94 Milchschnitten. Aber die Äpfel haben schon wieder gewonnen. Es sind zusammen 170 Stück.

1. Tag:

Zu Fuß zur Kita? Das geht! In den nächsten beiden Wochen wollen sechshundert Kinder und ihre Eltern beweisen, dass sie den Weg zur Kindertagesstätte auch ohne Auto meistern.

Füßeflix, der kleine Tausendfüssler ist das Maskottchen der Aktion „Auf die Füße, fertig, los!“, an der zehn Kitas in Haar teilnehmen: Die fünf Gemeindekindertagesstätten, die Kindertagesstätte Haar gGmbH in der Zunft- und in der Ferdinand-Kobell-Straße, das Haus für Kinder der Evangelischen Jesuskirche und das von FortSchritt und die Katholische Kindertagesstätte St. Konrad.

Aufgesetzt hat die Kampagne die Gemeinde Haar. Federführend sind das Umweltreferat und das Sachgebiet Kindertagesstätten. Bürgermeisterin Gabriele Müller ist begeistert vom Zulauf: „Es freut mich außerordentlich, dass so viele Eltern sich die Zeit nehmen. Ich weiß noch gut, wie sehr es morgens drängte, wenn man pünktlich in der Arbeit sein muss.“

Die Kleinen sind jedenfalls hochmotiviert. Das haben Susanne Hehnen und Kerstin Onwuama vom Sachgebiet Kindertagesstätten schon bei der Vorstellung in den Kitas miterlebt. „Laufen muss man üben wie Schreiben und Purzelbäume schlagen, haben wir ihnen erklärt. Das haben die Kinder gut verstanden und sie sind jetzt mit großem Eifer dabei“, sagt Susanne Hehnen. Jeden Tag winkt schließlich noch eine kleine Belohnung für den, der den Weg zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Radl geschafft hat: Dann gibt es einen Tausendfüssler-Stempel in den Laufpass.

Machen alle Kinder bis zum 8. Mai mit, könnten über zweitausend Kilometer zusammen kommen. dann würde die Haarer Kita-Karawane vielleicht sogar Afrika erreichen. Heute ist das erste Etappenziel nach 229 km der Brenner-Pass. Auf dem Weg dorhin haben die Haarer Kita-Kinder die Energie verbraucht, die in 39 Milchschnitten oder 71 Äpfeln steckt. Und weil das Auto stehen blieb, sind 21 kg CO2  eingespart.

Bewegung macht Spaß und ist gesund, das wissen die Kleinen Haarer jetzt, nicht nur für sie, für Mama und Papa, sondern auch für die Umwelt. Darüber freut sich auch Brigitte Merz vom Umweltreferat: "Das tolle an dieser Kampagne ist, dass alle davon profitieren können: Die Kinder kommen in Bewegung - das fördert ihre Entwicklung. Die Eltern sparen ein wenig Geld für Benzin - gerade auf Kurzstrecken ist der Verbrauch ja verhältnismäßig hoch. Und der Umwelt wird CO2 erspart – das schützt unser Klima."