23. Februar 2017

Wie putzt man eigentlich richtig Zähne?

Hygieneschulung für Flüchtlinge im Haarer Rathaus

Zähne putzen – das ist ja ganz einfach. Oder etwa nicht? Kinder bekommen hierzulande schon im Kindergarten erste Schulungen zum Thema Mundhygiene. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus? In der Gemeinde Haar gab es gerade eine Zahn- und Mundhygieneschulung für Flüchtlinge. Und das Interesse war groß.

Etwa 60 Flüchtlinge und bereits anerkannte Asylbewerber von klein bis groß folgten der Einladung ins Rathaus. Auf die Frage, in welcher Sprache die Schulung abgehalten werden sollte – es standen Türkisch, Englisch und Deutsch zur Auswahl – wünschten sich die Teilnehmer einstimmig ein langsam gesprochenes Deutsch. So legte Linda de Santo von einer Münchner Zahnarztpraxis, die diesen Termin vorgeschlagen hatte, auch gleich los.

Viele Fragen, viele Antworten

Erste und grundlegende Frage: Wie putzt man richtig Zähne? Siegessicher machten die Männer mit zusammengebissenen Zähnen kreisende Bewegungen vor. Die Fachfrau kommentierte das mit einem Lächeln: Ja - genau so zeige man es häufig den Kindern. „Ich zeige Ihnen wie es Erwachsene richtig machen sollten.“ Gesagt, getan. Und es wurden auch sonst viele Fragen geklärt: Warum gehen Zähne kaputt? Warum sollten keine harten Zahnbürsten verwendet werden? Wie kann man Karies vermeiden? Wie oft sollte man überhaupt Zähne putzen? Wo steht das Wörtchen „Fluorid“ auf der Zahnpastaverpackung? Warum sollten Zahnbürsten eher einen kleinen Kopf haben und warum kann nächtliches Zähneknirschen zu Kopfschmerzen führen? Auch wichtig: Ab wann soll man bei Kleinkindern mit der Mundhygiene beginnen? Und schließlich gab es noch wertvolle Tipps, wo man arabischsprechende Zahnärzte in der Nähe findet.

Kleines Geschenk, große Freude

Abschließend hatte die Fachfrau einen großen Packen an Zahnbürsten und –pasten zu verteilen – und dieses Geschenk wurde dankend angenommen. Die Kinder trugen ihre speziellen Zahnpflegeartikel sogar wie einen kleinen Schatz nach Hause. Der Flüchtlingshelferkreis bedankte sich sehr herzlich bei Linda de Santo für ihr Engagement – denn es sind genau solche kleinen Veranstaltungen, die die Flüchtlinge auch bei uns ankommen lassen.