17. November 2016

Ein Spatenstich für Zukunftstechnologie

Baubeginn im „Haarer Dreieck" - „attocube Headquarter" entsteht in Haar

In wenigen Tagen rücken die Baumaschinen am Haarer Dreieck an, die Bäume wurden bereits verpflanzt, die Pläne sind abgesegnet – und alle Beteiligten sind in großer Vorfreude. Genau die war deutlich zu spüren, beim feierlichen Spatenstich zum „attocube Headquarter". Die Nanotechnologie-Firma wird mit ihrer Manufaktur in etwa 18 Monaten in den Norden des Haarer Bahnhofs umziehen. In ein außergewöhnliches Gebäude – in Blitzform.

5.700 Quadratmeter misst das Grundstück, in dem in Zukunft Haar in die Welt der Moleküle und Atome eintauchen wird. Derzeit liegt diese Welt noch an der Königinstraße am Englischen Garten – und trotz der prädestinierten Lage freut man sich bei attocube auf den Umzug. „Das zeugt vom enormen Wachstum der Firma", bestätigt Edith Wittenstein, Geschäftsführerin der Wittenstein Immobilien GmbH, ein Seitenarm des Mutterkonzerns von attocube. Haar sei eine sehr gute Entscheidung gewesen, sagt sie.

Innovatives Gebäude, offen für alle

Auch in Haar freut man sich über die Entscheidung. „Man kennt Sie in Harvard, in Yale, in Oxford, bei der Nasa, überhaupt in Forscherkreisen – und in Zukunft wird man in Ihrer Adresse „Haar" lesen. Das macht uns glücklich", hieß Bürgermeisterin Gabriele Müller die Bauherren willkommen. Zudem hätten die Entwürfe für den Bau von Anfang an eine hohe Qualität gehabt, was der Gemeinde ebenfalls gefiel, lobt sie weiter. Das Interesse am Ort sei ebenfalls von Anfang an spürbar gewesen – schon alleine aufgrund des öffentlichen Bereichs des Gebäudes, in das ein Café für alle Bürgerinnen und Bürger kommen soll.

Talenteschmiede im nachhaltigen Bau

Viel Lob gab es für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Gemeinde von allen Seiten, sodass man nicht nur pünktlich beginnen konnte, sondern hier auch ein maßgeschneiderter repräsentativer High-Tech-Bau entstehen kann, wie Prof. Dr. Khaled Karrai, Projektleiter des Neubaus betonte. Auf diese Weise sollen viele Talente nach Haar gezogen werden. Tatsächlich werden hier letztlich insgesamt 300 Mitarbeiter beschäftigt werden. attocube will auch Trainingspartner für Hochschulen sein und dort Talente finden und fördern. Architekt Stefan Sinning von HENN Architekten kam regelrecht ins Schwärmen, als er über das innovative Gebäude sprach. „Bauen ist eben mehr als nur Stein auf Stein zu stapeln, es geht um den Raum, der entsteht", sagte er. Diese Räume sollen die Menschen verbinden, nicht trennen. Das Zentrum des Gebäudes bildet deshalb ein großes Atrium – ein Begegnungsraum – nur eine von vielen Besonderheiten. Insgesamt werden 40.000 Kubikmeter Raum entstehen in einem nachhaltigen Bau mit sehr guter Energieeffizienz.

Bleibt nicht mehr, als der Firma das zu wünschen, was die Bürgermeisterin nach dem offiziellen Spatenstich formuliert hat: Einen milden Winter, einen guten Baufortschritt und eine unfallfreie Baustelle.

Claudia Erl