13. Januar 2017

„Skipping Hearts“ in der Konrad-Grundschule

Seilspringen, das lieben Kinder schon seit Generationen. Und immer noch ist die Begeisterung dafür ungebrochen – allerdings müssen die kleinen Buben und Mädchen heutzutage häufig leider erst hinter dem Computer, Fernseher oder Smartphone weggelockt werden. Genau das hat sich „Skipping Hearts“, eine Initiative der Deutschen Herzstiftung, auf die Fahne geschrieben. Gerade war das Seilspring-Projekt in der Grundschule St. Konrad zu Gast.

Zur Musik wurden die Springseile in der Turnhalle der Haarer Grundschule geschwungen. Und es wurde gehüpft was das Zeug hält – beidbeinig, im Galopp, über Kreuz, mit und ohne Zwischenhopser, schnell oder tänzelnd, vorwärts, rückwärts, alleine, zu zweit oder in der ganzen Truppe: Einen halben Vormittag durften sich die Grundschüler unter fachmännischer Anleitung mit dem Springseil beschäftigen. Und wenn sich der eine oder die andere vielleicht zuvor gedacht hatte, Springseil wäre langweilig, so wurden sie schnell eines Besseren belehrt. „Rope Skipping“ ist die sportliche Form des Seilspringens – und brachte die Kids ganz schön aus der Puste. Und jede Menge Spaß obendrauf. Genau diese Kombination hatte Sportlehrerin Petra Kienbacher dazu motiviert, die Seilspring-Truppe bereits im zweiten Jahr zu engagieren.

Bewegungsdrang und Teamarbeit

Die Deutsche Herzstiftung will mit „Skipping Hearts“ den natürlichen Bewegungsdrang bei Kindern fördern, die Koordination und Ausdauer verbessern und damit echte Herz-Vorsorge schon bei den Kleinsten leisten. Aus gutem Grund: Jedes fünfte Schulkind ist weltweit bereits übergewichtig. Aber auch die Teamarbeit ist im Projekt wichtig – was man auch in der Haarer Konradschule schnell merkte: Mit Einzelkämpfermentalität kamen die Kinder nicht weiter – und so wurde miteinander gesprungen, sich gegenseitig geholfen, die Tricks gemeinsam geübt. Das Ergebnis: Am Ende verhedderte sich niemand mehr in den Seilen. Im Gegenteil: Nach der zweistündigen Übung konnte jeder der Teilnehmer flink über das Seil und teilweise durchaus komplizierte Tricks springen - was in einer Vorführung dann auch den Eltern präsentiert wurde. Und die Erwachsenen staunten nicht schlecht, was ihre Kinder in dieser kurzen Zeit alles lernen konnten. Aber mit Zusehen alleine war es längst nicht getan: Am Ende drückte der Nachwuchs den Eltern ebenfalls Springseile in die Hand. Und dann konnten sie beweisen, ob sie das Hüpfen noch drauf haben...