18. Juli 2016

Sich kennenlernen im Café Kontakt

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Mit diesem einen Satz bringt der Philosoph Martin Buber auf den Punkt, was man in der Gemeinde Haar ab Juli in der Flüchtlingshilfe vorhat: Alle Haarerinnen und Haarer sind eingeladen – zum Treffen, Sprechen, Spielen, Spaß haben – und dabei die Menschen hinter dem Wort „Flüchtlinge“ kennenzulernen.

349 geflüchtete Männer, Frauen und Kinder leben derzeit in Haar - doch ein Großteil der Haarer Bevölkerung hatte bislang noch keinen Kontakt zu den Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Afrika und anderen Krisenherden der Erde. Wer will, kann das nun ändern: Einmal im Monat wird ab sofort an einem Nachmittag das „Café Kontakt“ öffnen. Von 14 bis 16 Uhr gibt es dabei m „Kleinen Theater“ Kaffee und Kuchen – und ganz ungezwungene Begegnungen.

Ungezwungenes Treffen

„Wir haben einen sehr aktiven Helferkreis, auf den wir uns felsenfest verlassen können. Mit diesem offenen Treff wollen wir allen anderen Haarern die Möglichkeit geben, direkten Kontakt zu den Flüchtlingen aufzunehmen. Ganz ungezwungen und entspannt“, erklärt Kerstin Onwuama von der Flüchtlingshilfe Haar das neue Projekt. Denn über eines ist man sich in Haar schon lange klar: Begegnungen sind der beste Weg, um Vorbehalte abzubauen. Neben dem Café-Betrieb werden auch einfache Spiele wie Uno oder Jenga bereitstehen, die man an einigen der Tische spielen kann. Bei schönem Wetter kann man die Treffen auch im lauschigen Theatergarten abhalten. „Wir sind für weitere Ideen offen“, freut sich auch Susanne Hehnen von der Flüchtlingshilfe.

Das erste „Café Kontakt“ findet am 21.7. im Theatercafé (Kleines Theater, Casinostr. 75 in Haar) von 14 bis 16 Uhr statt. Es braucht selbstverständlich keine Anmeldung zum Treff, sollte es jedoch Ideen oder Fragen geben, können diese gerne an Kerstin Onwuama (onwuama@gemeinde-haar.de bzw. 46002-356) herangetragen werden.

 Claudia Erl