17. Dezember 2018

Ehrenamtlich zwischen den Bücherregalen

Ein Dankeschön an die Haarer Büchereimitarbeiterinnen

Büchereien das sind stille, leicht angestaubte Orte. Ein Klischee, das in  Haar auf gar keinen Fall zutrifft: In der Gemeindebücherei gibt sich von Jung bis Alt eine große Leserschaft die Klinke in die Hand, man ist hier immer am Puls der Zeit und lädt zu beliebten und vielfältigen Veranstaltungen. Einen großen Anteil an dieser Lebendigkeit tragen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, denen ein großes Dankeschön gebührt. Und einmal im Jahr gibt es dafür ein Dankeschön-Essen. Ehrungen inklusive.

Rund 20 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen stehen der treuen Leserschaft der Gemeinde Haar zur Verfügung – und das nicht nur an der Theke beim Ausleihen: Sie sortieren in den Räumen in der Leibstraße Bücher, binden sie ein, führen Listen, haben Tipps parat, lesen bei Veranstaltungen vor und sind einfach die guten Seelen der  Gemeindebücherei. Einige von ihnen machen das schon sehr lange – und bekamen dafür nun eine Ehrung des St. Michaelsbunds und einen Dankeschön-Blumenstrauß und Pralinen von Bürgermeisterin Gabriele Müller.

Elisabeth Emans

Seit einem Vierteljahrhundert ist Elisabeth Emans zwischen den Haarer Bücherregalen tätig. „Meine Motivation, in der Bücherei zu arbeiten war und ist nach wie vor meine Lust am Lesen und meine Liebe zu Büchern. Ich habe keinen Tag in der Bücherei bereut“, sagt sie.

Gertraud Wildmoser
Zuletzt wurde Gertraud Wildmoser geehrt, die sich nach 37 Jahren Büchereiarbeit in den Ruhestand verabschiedet. Sie ist eine besondere Perle in der Geschichte aller Bücherwürmer und Leseratten der Gemeinde – war sie doch schon von der ersten Minute an mit dabei. Und so hat sie vieles miterlebt: Sie war dabei als  man die Bücher aus dem Keller von St. Konrad nach oben gebracht hat, beim Umzug in die Dragoni-Villa hat sie auch schon mitangepackt - und schließlich auch beim Umzug in die Leibstraße. Getraud  Wildmoser erlebte  Wechsel in der Bücherei-Leitung, wobei sie selbst die Bücherei 10 Jahre lang gemeinsam mit Hannelore Furtner anführte– von 1981 bis 1991. Die ehemalige Lehrerin war dabei, als die Bücher in den Regalen nicht mehr alleine waren, als Videos, später CDs, DVDs, Hörbücher oder die Onleihe dazukamen. Der Grund, warum sie zur Bücherei kam? Eigentlich war es damals ihre Mutter. Denn für sie hat sie Bücher ausgeliehen, dann irgendwann für sich selbst auch. Und die Mitarbeit? Hätte sich dann einfach so ergeben. 

Elisabeth Gemeinhardt

Noch fünf Jahre länger hilft Elisabeth Gemeinhardt mit. Noch bevor die Gemeindebücherei im Mai 1988 aus einem Zusammenschluss aus der katholischen und evangelischen Bücherei entstand, wurde sie gefragt, ob sie mithelfen möchte. Denn damals mussten die Kirchen ihren Bücherbestand sichten, aussortieren und aus den Räumlichkeiten entfernen. Sie half bei der evangelischen Kirche mit. „Tja, und seitdem bin ich mit Begeisterung dabei“, erzählt sie. Ihre Motivation ist ihre Liebe zu den Büchern, die sie hat,  seit sie denken und lesen kann.  „Außerdem schätze ich den Kontakt mit Menschen sehr. Und beides finde ich in unserer Bücherei vereint. Auch das herzliche Miteinander unter uns Mitarbeiterinnen möchte ich nicht missen“, schwärmt sie auch noch nach drei Jahrzehnten.