16. März 2018

Ein Präsident als Patenonkel

Der kleine Johannes aus Haar ist zwar erst acht Monate alt, doch schon jetzt hat er einen prominenten Unterstützer. Am Dienstag überreichte Bürgermeisterin Gabriele Müller die Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Nicht nur für Johannes Nepomuc Cerny war der vergangene Dienstag ein besonderer Tag – auch seine Eltern, Peter und Sara Cerny, sowie seine sechs Geschwister im Alter zwischen zwei und elf Jahren freuten sich über den Besuch von Bürgermeisterin Gabriele Müller, die der Haarer Familie die Urkunde des Bundespräsidenten sowie ein Foto und ein Geldgeschenk in Höhe von 500,- Euro übergab. Für das siebte Kind der Cernys hat nämlich Frank-Walter Steinmeier die Ehrenpatenschaft übernommen. Die Ehrenpatenschaft hat dabei in erster Linie symbolischen Charakter und soll die besondere Bedeutung und Wertschätzung von kinderreichen Familien für das Gemeinwesen unterstreichen.

Seit 1949 übernehmen die Bundespräsidenten auf Wunsch der Eltern die Ehrenpatenschaft für das siebte Kind einer Familie. Dass das nicht so häufig vorkommt, liegt auf der Hand. Im Jahr 2017 waren es bundesweit gerade mal 460 Kinder, denen diese Ehre zuteil wurde.  Auch für Bürgermeisterin Müller war der Anlass eine Premiere: „Ich gratuliere wesentlich häufiger Menschen zu ihrem 100. Geburtstag als zu ihrem siebten Kind. Umso mehr freue ich mich, dass ich in meiner Amtszeit auch mal eine Ehrenpatenschaft überreichen durfte.“  In diesem Fall sogar direkt an den kleinen Johannes, der mit seinen kleinen Händchen gleich neugierig nach der Urkunde schnappte.

Nathalie Krabbe

Auf dem Bild:
Vordere Reihe v.l.n.r.: Katharina (11), Dominik (8), Lucas (7), Maria (4), Benedict (9) und Mama Sara
Hintere Reihe v.l.n.r.: Simon (2) mit Papa Peter, Bürgermeisterin Gabriele Müller mit Johannes (8 Monate)