14. Juli 2015

Ein Festwochenende das stolz macht

Ein riesiges Lob – das gilt den Salmdorfern in diesen Tagen. Das große Festwochenende anlässlich des 1.000. Jubiläums ihres Dorfes kann man schlichtweg und rundum als sehr gelungen bezeichnen. Die viele Arbeit hat sich gelohnt – da sind sich die zahlreichen Besucher einig.

Ein perfektes Festwetter, eine wirklich schön hergerichtete Halle, ein prallgefülltes Programm für Jung und Alt, für Rocker und Volkstänzer, für Frühschopper und Partymäuse, für Abenteurer und Traditionelle, für Kabarettpublikum und Kirchgänger – der Verein d’Salmdorfer hat wirklich an jeden gedacht.

Hoch über Salmdorf
Nach der Festeröffnung durch Bürgermeisterin Gabriele Müller und Landrat Christoph Göbel waren die Salmdorfer und ihre Gäste dann auch nicht mehr zu halten. Neben den beiden Kabarettabenden (Angelika Beier und Roland Hefter) und den verschiedenen musikalischen Darbietungen, die die Salmdorfer trotz wundervollem Wetter immer wieder in die Halle lockten, war der samstägliche Familientag mitsamt der Möglichkeit, Haar mal von oben zu betrachten und der Abendparty mit Sicherheit ein Highlight. Einen Hubschrauber haben die Salmdorfer organisiert, der die Festgäste in die Höhe steigen ließ – und das wurde sehr ausgiebig genutzt: 40 Hubschrauberrundflüge fanden statt mit jeweils 4 Mitfliegern. Und die Begeisterung nach der Landung auf festem Salmdorfer Boden war bei den 160 Mitfliegern durchwegs groß. Die Heimat von oben zu sehen, hat eben einen ganz besonderen Reiz.

Kinderspaß großgeschrieben
Den Kindern spendierten die Salmdorfer parallel dazu ein Gratis-Mitmach-Konzert: Mit großer Begeisterung jubelten die zahlreichen kleinen Fans „Rodscha aus Kambodscha“ und „Tom Palme“ zu, wurden immer wieder auf die Bühne geholt und waren am Ende geschafft, aber glücklich. Natürlich nicht geschafft genug, um nicht doch noch eine Runde im „Historischen Riesenrad“ zu drehen, in die Hüpfburg zu springen oder mit der Feuerwehr Rundfahrten zu machen und Wasser zu spritzen. Das Konzert war so gut zu hören, dass sogar manche Kinder spontan ihren Badebesuch am Riemer See unterbrachen und nach Salmdorf radelten. Ein absolutes Kuriosum des Tages: Ein Vertreter des Konsulats Kambodscha hat ebenfalls vorbeigeschaut und Salmdorf gratuliert. Da lag wohl ein Missverständnis mit dem Künstlernamen eines der beiden Musiker vor ...
Doch damit war der Abend noch längst nicht beendet: Die Band „Beauty and the Beast“, in der auch Salmdorfer Musiker mitrocken, hat die ganze Festhalle zum Tanzen animiert – bis morgens um halb zwei.

Besucheransturm am Traditionssonntag
Der Sonntag stand schließlich ganz im Zeichen der Tradition: Schon der feierliche Festgottesdienst war mit rund 300 Gästen sehr gut besucht – und ebenfalls musikalisch untermalt, diesmal von der Ottendichler Dorfmusici. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Tracht: Zum Strohpreisplattln mit den d'Ammerthalern aus Ottendichl kamen 600 Gäste. Den ersten Preis gewannen Steve und Sandra Duncan, gefolgt von Daniel Huber und Nadine Metzger. Älteste Teilnehmer waren Anton Kaltenhauser, 74-jährig, mit Berta Kästle.

Kabarettabend mit Zwischenfall
Am Abend war dann noch Kabarettist Roland Hefter an der Reihe – als Abrundung des Festprogramms sozusagen. Und es wurde ein besonderer Abend – nicht alleine der Tatsache geschuldet, dass das Stromaggregat um 22.30 Uhr ausfiel. Eigentlich nicht so schlimm, war doch zu diesem Zeitpunkt das Veranstaltungsende eingeplant. Doch der Kabarettist holte schließlich sogar noch  sein eigenes Equipment, um weiter Stimmung zu machen. Das dankten ihm die anwesenden 450 Gäste mit tobendem Applaus.

Täglich mehr Besucher als Einwohner
Was soll man sagen? Es war eine ausgiebige, eine sehr gelungene Geburtstagsfeier. Oder wie es Martin Metzger, Vorstand d'Salmdorfer e.V. und Organisator des Festwochenendes formulierte: "Ich bin tief beeindruckt, was man in einer Dorfgemeinschaft mit rund 450 Einwohnern in Salmdorf stemmen kann. Wir hatten jeden Tag deutlich mehr Festgäste als Einwohner im Ort. Wenn das keine Anerkennung ist! Ich bin so stolz auf Salmdorf."

Schade eigentlich, dass nicht jedes Jahr Jubiläum ist. Glücklicherweise ist das Festjahr aber noch nicht ganz vorbei.

Claudia Erl