06. November 2018

„Macht Bürgermeisterin sein Spaß?“

Heimat- und Sachunterricht im Rathaus

Die Viertklässler der Grundschule St. Konrad wissen bereits sehr viel über ihre Gemeinde – von der Einwohnerzahl über das Wappen bis hin zu den verschiedenen Ämtern im Rathaus und den Aufgaben des Gemeinderats. Denn das haben sie gerade im Heimat- und Sachunterricht durchgenommen. Weil das schon alles geklärt ist, blieb bei ihrem themenabschließenden Besuch im Rathaus viel Zeit für Detailfragen. Bürgermeisterin Gabriele Müller stand Rede und Antwort.

Wann steht Gabriele Müller morgens auf? Hört die Polizei auf sie? Und: Warum will man überhaupt Bürgermeister werden? Die Finger der insgesamt vier Klassen schnellten nahezu  ununterbrochen nach oben, als sie im großen Sitzungssaal am runden Tisch Platz genommen haben. Es wurden viele kluge Fragen gestellt und staunend verfolgte der Besuch aus der Grundschule die kleine Fotopräsentation, mit der Gabriele Müller einmal quer durch den Alltag der Haarer Verwaltung führte. Denn da war selbst für die schlauen Kinder sehr viel Neues dabei.

Viel zu tun…

Dass die Gemeinde Millionenbeträge dafür ausgibt, dass sie im Sommer ins Freibad gehen oder mit dem Fußballverein im Stadion kicken können, das war den Kindern neu. Überhaupt: Was die Bürgermeisterin mit dem Gemeinderat, der Verwaltung, dem Bauhof und Co so alles zu stemmen hat, beeindruckt: Vom Spielplatz bis zur Müllabfuhr, es wird sich um ältere Menschen gekümmert oder um die, die weniger Geld haben. Die Straßen werden in Ordnung gehalten, man macht sich Gedanken über die Energiegewinnung und neue Häuser und Wohnungen. Die Gemeinde organisiert große Feste und sorgt auch für Kunst und Kultur in Haar. Aber auch das Laub am Friedhof muss weggemacht werden. Viel zu tun also

Probesitzen im Trauzimmer

Zum Abschluss gab es noch einen besonderen Moment für den Nachwuchs – denn dann öffneten sich die Türen des Trauzimmers des Haarer Rathauses. Kichernd  nahmen dort die „Braut“ neben dem  „Bräutigam“ und  ihren „Trauzeugen“  sowie der gesamten „Hochzeitsgesellschaft“ Platz. Die würden aber im Normalfall doch auch ein paar Freudentränen vergießen, wie Bürgermeisterin Gabriele Müller  aus ihrem Erfahrungsschatz berichtete. Auch das war für die Kinder überraschend. Man weint doch nicht, wenn man sich freut!? Na, dann warten wir mal ab – so ein bis zwei Jahrzehnte, wenn sie dann vielleicht wieder hier sitzen. Im weißen Kleid oder schicken Anzug. Für dieses Mal verließen die Kleinen das Trauzimmer genüßlich an den Gummibärchen kauend, die sie von Gabriele Müller als Wegzehrung zur Konradschule bekamen.