07. November 2019

Lukas Röder - der neue Klimaschutzmanager

Er ist ausgebildeter Klimaforscher. Und ein Mann mit Haltung. Seit August verstärkt Lukas Röder das Umweltreferat des Rathauses – und hat dabei einen klaren Auftrag.

47 Maßnahmen HAT Lukas Röder auf seiner Liste stehen. Sie stammen alle aus der letzten Fassung des Klimaschutzkonzepts. Das erste entstand bereits vor sage und schreibe zehn Jahren. Seither wird es regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben. „Es wurde schon richtig viel gemacht in dieser Zeit, diese 47 Maßnahmen sind aber nur teilweise oder noch nicht umgesetzt“, sagt der neue Klimaschutzmanager. Und genau wegen dieser „To Do‘s“ hat der Gemeinderat Ende 2018 beschlossen, einen neuen Posten im Umweltreferat einzurichten. Die Aufgaben sind vielfältig und reichen von Klimabildung in den Kitas über die Komplettumrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED bis hin zu einer persönlichen „Check-dein-Haus“-Energieberatung.

Es gibt also richtig viel zu tun für den gebürtigen Pähler. Und genau das reizt Lukas Röder auch.  Denn hinter seiner ruhig-besonnenen Art brennt ein Feuer. Entfacht wurde es im Studium: Der 30-Jährige hat in Augsburg seinen Bachelor in Geografie gemacht und in einem zweiten Studiengang den Master in Klima- und Umweltwissenschaften. Währenddessen wurde ihm klar, dass er seinen persönlichen Beitrag gegen den Klimawandel leisten muss, um etwas zu verbessern. Es ist nicht fünf vor zwölf. Die Zeiger sind schon weitergehüpft.

Aufklärung ist ihm dabei enorm wichtig. „Die Leute jubeln über das gute Wetter. Dabei sind alleine während der Hitzewelle 2003 weltweit bis ca. 70.000 Menschen gestorben“, sprudelt es aus Röder heraus. Drastischer könnte sich kaum zeigen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf den Menschen hat.

Seine Überzeugung: Jeder kann was gegen den Klimawandel tun, sogar ohne die eigene Komfortzone gravierend verlassen zu müssen. Denn auch vermeintliche Kleinigkeiten bei der Umstellung der Lebensgewohnheiten können messbar positive Auswirkungen haben. „Je größer der eigene Anteil am Klimaschutz ist, desto besser natürlich“, fügt er hinzu. Letztlich müsse die Energiewende aber im Kopf jedes Einzelnen passieren.

In Haar fühlt er sich mit seiner Philosophie komplett am richtigen Platz, denn hier sei man im Vergleich zu anderen Kommunen schon ein großes Stück weiter. „Haar hat sich mit der Thematik schon beschäftigt, lange bevor sie die große Aufmerksamkeit bekam“, sagt er anerkennend. Eine sehr gute Basis für weitere Maßnahmen.

Drei Jahre hat Lukas Röder dafür Zeit, denn die Stelle des Klimaschutzmanagers, die zu 65 Prozent vom Bundesumweltministerium gefördert wird, ist befristet. Aber auch diese Zeitspanne passt für Lukas Röder, der in seiner Freizeit schon Bass und Gitarre in einigen Bands gespielt hat. Nachdem er in Haar die offenen Aufgaben abgehakt hat, könnte er sich gut vorstellen, Klimaforschung in der Arktis oder Antarktis zu betreiben und Eisbohrkerne hinsichtlich des erdgeschichtlichen Klimas zu untersuchen. Jetzt freuen wir uns aber erstmal über seine Arbeit hier bei uns.

KONTAKT: Lukas Röder erreichen Sie im Rathaus im Zimmer C 126; Tel:  460 02 - 366; Mail: roeder@gemeinde-haar.de

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.