07. Februar 2020

Haarer Auswilderungsgehege kann gebaut werden

700 Euro Eichhörnchen-Spende

„Das ist jetzt der Startschuss“. Andrea Linzmaier freut sich sehr, denn ab dem Frühjahr bekommen die Haarer Hörnchen ein neues Gehege. Möglich gemacht hat das ein Scheck von 700 Euro,  den Holger Preller  zu Bürgermeisterin Gabriele Müller ins Rathaus brachte – damit ein Auswilderungsgehege für die Pflege-Eichhörnchen der Gemeindemitarbeiterin gebaut werden kann.

Holger Preller ist Gewerbetreibender in der Gemeinde Haar, verkauft online Swimmingpools - und spendet jedes Jahr gerne für Mensch und Tier. Da wird die Eselgruppe des Gut Aiderbichl genauso bedacht wie die Jose-Carreras-Stiftung, die sich für Krebspatienten einsetzt. Und in diesem Jahr dürfen sich auch die Haarer Eichhörnchen über eine Spende freuen. „Ich wollte, dass unsere Spende diesmal auch direkt in der Region hilft“, sagt er. Und da stieß der Geschäftsmann auf den Spendenaufruf für das Eichhörnchen-Auswilderungsgehege in Haar. Etwa 700 Euro waren bereits von anderen Hörnchen-Freund*innen aufs Konto der Eichhörnchenhilfe e.V. für das Projekt eingegangen.

Gäste auf Zeit im Hause Linzmaier

Doch was hat es mit den Haarer Hörnchen auf sich? Andrea Linzmaier, Mitarbeiterin der Gemeinde, ist die „Eichhörnchen-Mama“ von Haar. In Volieren in ihrem Garten und im Wohnzimmer wuseln die kleinen Wildtiere umher – derzeit sind es fünf. Sie sind Gäste auf Zeit im Hause Linzmaier. Eine sehr intensive Zeit. Denn meistens sind es aus dem Kobel gefallene Babys, die alle vier Stunden mit der Pipette gefüttert werden müssen. „2018 hab ich mitgekriegt, dass die Eichhörnchen-Auffangstation in Trudering komplett überfüllt ist. 800 Tiere wurden da allein in dem Jahr aufgepäppelt. Da hab ich mir gedacht, da könnte ich doch helfen“, erklärt Andrea Linzmaier.

Ziel: Auswilderung

Das Ziel der intensiven Pflege ist ganz klar: Auswilderung. „Man merkt, wenn es Zeit ist, sie in die Natur zu entlassen“, sagt die Tierfreundin. Dann werden sie unruhig in ihren Volieren. Die hat Andrea Linzmaier kreativ und hörnchengerecht gestaltet: Abgeschnittene Kapuzen von alten Pullis sind da genauso Kuschelecken wie aufgehängte und gepolsterte Einkaufsbeutel. Auch wenn die Gehege geräumig sind: Für all die Eichhörnchen, die Hilfe benötigen, reichen sie nicht aus. Deshalb hegt die Haarer Artenschutzbeauftragte einen großen Wunsch: Eine große Voliere bauen an einem geschützten Ort der Gemeinde mit direktem Ausgang in die Natur – sozusagen als Außenstelle des „Eichhörnchen Schutz e.V.“. Ein geeigneter Platz zum Auswildern ist gefunden. Und nun kann hoffentlich bald mit dem Bau begonnen werden. Wo, das wird zum Schutz der Tiere allerdings nicht öffentlich bekannt gemacht – denn nur so können die Tiere die benötigte Ruhe beim Großwerden bekommen.

Spenden immer noch willkommen

Spenden sind aber immer noch willkommen, denn ganz ist das Gehege finanziell noch nicht abgedeckt. Und die Versorgung der Tiere ist auch nicht ganz billig. Die Bürgermeisterin bedankt sich ganz herzlich bei allen Spender*innen – „den Aktuellen und den Künftigen“. Gabriele Müller ist übrigens selbst eine große Eichhörnchen-Freundin: An ihrem Fenster am Bürgermeisterinnenzimmer ist eine Futterstation aufgebaut, an dem sich die zahlreichen „Rathaus-Hörnchen“ auch sehr gerne bedienen.

 

Unterstützen Sie die Haarer Hörnchen mit einer Spende auf das Spendenkonto des

Eichhörnchen Schutz e.V.

IBAN: DE14 7019 0000 0001 1909 62

BIC: GENODEF1M01

Münchner Bank eG. Haar,

Kennwort: Volière Haar

Infos: www.eichhoernchen-schutz.de

 

Auf dem Foto v.l. Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller, Holger Preller (Geschäftsmann aus Haar) und Andrea Linzmaier (Mitarbeiterin Gemeinde Haar und Eichhörnchen-Pflegerin)