06. Dezember 2019

Vorhang auf im Kleinen Theater!

Gemeinde Haar fördert den Kulturbetrieb mit höherer Summe

Das Kleine Theater ist ein fester Bestandteil in der Haarer Kultur. Und allen, die das besondere Ambiente hier bereits erleben durften, ist das wunderschöne Jugendstiltheater auf dem ehemaligen Klinikgelände ans Herz gewachsen. Auch dem Gemeinderat. Der beschloss nun, das Theater ab 2020 mit einer höheren Summe als bislang zu bezuschussen.

Es ist kein Geheimnis, dass Kulturbetriebe im Normalfall nicht kostendeckend arbeiten können. So auch das Kleine Theater. Dabei ist die Entwicklung des über 100 Jahre alten Haarer Theaters, das in der Trägerschaft des Sozialpsychiatrischen Zentrums der Kliniken des Bezirks Oberbayern geführt wird und als Gebäude im Eigentum des Bezirks ist, äußerst positiv: In den letzten Jahren schaffte das Haus unter der Leitung von Matthias Riedel-Rüppel den großen Sprung ins Bewusstsein der Bevölkerung – auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Beliebtes Haus, vielfältiges Programm

Die Feierabende am Mittwoch mit Grillen und Musik sind sehr gut besucht, der Theatersaal füllt sich quer durch alle Genres nicht selten auch auf den letzten Platz – vom inklusiven Theater über klassische Konzerte bis zum Kabarett, von Neuentdeckungen bis hin zu den großen Namen. Die Anzahl der Vermietungen für Privat- oder Firmenveranstaltungen haben enorm zugenommen und der Bayerische Rundfunk zeichnet hier regelmäßig auf. Die Auslastung ist seit 2016 von 57 auf 70 Prozent gestiegen.  

Höhere Unterstützung bis Ende 2024  zugesagt
Trotzdem war die Finanzierung für die nächsten Jahre nicht mehr gesichert, denn auch die Personal- und Betriebskosten sowie andere Umlagen sind gestiegen. Schon seit 2015 unterstützt nicht nur der Bezirk Oberbayern, sondern auch die Gemeinde Haar den Kulturbetrieb. Als jetzt der Antrag auf eine Erhöhung der Zuwendungen vom Theater kam, war sich der Gemeinderat einig: Statt 60.000 erhält das KleineTheater nun 72.500 Euro pro Jahr - und das die nächsten fünf Jahre lang. Der Bezirk fördert künftig jährlich mit 145.000 Euro. Somit ist der Betrieb bis Ende 2024 gesichert.