05. Februar 2020

Sicherheit für Bürger erhöht

Haar hat ab sofort einen zweiten Feuerwehrstandort: Ein Löschfahrzeug und ein Mannschaftsauto warten in einer umgebauten Halle auf dem gemeindlichen Gewerbegelände an der Blumenstraße auf ihren Einsatz. Eingerichtet wurde diese Dependance, damit auch Gronsdorf, Salmdorf und das westliche Haar von der Freiwilligen Feuerwehr schneller erreicht werden können.

Alles ist frisch gestrichen, die glänzenden Spinde sind bestückt, die roten Autos bereits geparkt und ein Logo der Freiwilligen Feuerwehr ziert die Wand: Nichts an der neuen Außenstelle der Haarer Feuerwache erinnert mehr an die in die Jahre gekommenen Werkshallen. Für rund 200.000 Euro hatte die Gemeinde den Umbau vornehmen lassen. Insgesamt 28 Feuerwehrfrauen und -männer haben dort jetzt ihre Ausrüstung und Kleidung in Zweitausführung, denn natürlich gibt es für sie auch noch Spinde in der Vockestraße.

Zweiter Standort bringt nur Vorteile
Der neue Standort bringt zwei Vorteile: Zum einen wird bei Alarmierung für Gronsdorf, Salmdorf oder das westliche Haar von dort ausgerückt und so die Hilfsfrist von 10 Minuten  besser eingehalten. Zum anderen können von hier auch die Kamerad*innen der Wehr starten, für die der Weg im Stoßverkehr zur Vockestraße zu weit ist. Bislang sahen die Feuerwehrleute, die sich über die B 304 zur B 471 kämpfen mussten, oft nur noch die Rücklichter der ausfahrenden Fahrzeuge – was für den einen oder anderen durchaus frustrierend war, wie Kommandant Dr. Arne Seifert immer wieder berichtete. Dank des zweiten Standorts können auch sie künftig beim Einsatz dabei sein. Bürgermeisterin Gabriele Müller freut sich sehr über diese Ergänzung: „Mit dem zweiten Standort hat sich die Sicherheit für die Haarer Bürger noch erhöht“, sagt sie während der Eröffnung. Auch der Kommandant ist zufrieden: „Wir sind top aufgestellt“, betonte er.

Hauptwache bleibt die Vockestraße
Das Brand- und Katastrophenschutzzentrum bleibt trotzdem die Hauptwache der Haarer Wehr: Hier sind die Lagerplätze, hier werde Übungen und Schulungen durchgeführt und hier ist die Halle gut gefüllt mit den verschiedensten Einsatzfahrzeugen.

Zum Hintergrund:
Als eine der ersten Gemeinden im Landkreis hat Haar den Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt, den Bayern empfiehlt: Im Jahr 2017 wurde die Gemeinde in Bezug auf die Feuerwehr und ihre Einsätze genau unter die Lupe genommen: Es wurde unter anderem erfasst, wie die Feuerwehr sowohl personell als auch technisch ausgestattet ist, wo wie viele Menschen leben, welche Gebäude besondere Aufmerksamkeit brauchen, wie die einzelnen Ecken Haars mit Löschwasser versorgt sind oder welches zusätzliches Einsatzpotenzial die Autobahn und die Bahnstrecke mit sich bringen. Eines von vielen Ergebnissen aus dieser ausführlichen Aufstellung: Es dauert im Schnitt 13 Minuten, bis die Feuerwehr im Notfall in Gronsdorf ist. In Hauptverkehrszeiten kann man da noch ein paar Minuten oben drauf rechnen. So oder so: Das ist zu lange. Daraufhin hat sich der Gemeinderat im Oktober 2017 dafür ausgesprochen, einen zweiten Standort einzurichten. Und dieser konnte nun feierlich eröffnet werden.

Auf dem Foto: Bürgermeisterin Gabriele Müller übergibt symbolisch den Schlüssel zur Feuerwache 2 an den Kommandanten Dr. Arne Seifert.