04. Mai 2017

Ein Lernhaus in der Ortsmitte

„Wir haben uns ein Lernhaus für unsere Kinder gewünscht, und das bekommen wir auch“, freut sich Bürgermeisterin Gabriele Müller. In der April-Sitzung des Gemeinderates stellte sie den Siegerentwurf für die Erweiterung der Grundschule am Jagdfeldring vor. Bauen wird das Schulgebäude das Nürnberger Architekturbüro Bär, Stadelmann und Stöcker. Die Gestaltung der Außenflächen übernehmen die Landschaftsarchitekten von Hackl Hofmann.

Auf drei Geschossen wird der neue Baukörper 400 Grundschülern Platz bieten. Die Räumlichkeiten ermöglichen eine Anlehung an das moderne  Lernhaus-Konzept, offenen Unterricht innerhalb einer Jahrgangsstufe. „Das pädagogische Konzept liegt natürlich bei der Schulleitung“, bekräftigte Bürgermeisterin Müller. „Wir schaffen die bauliche Voraussetzung dafür mit großzügigen Klassenzimmern, teilbaren Gruppenräumen und breiten Flurbereichen, die in die Unterrichtsgestaltung einbezogen werden können.“ Für Kinder mit besonderem Förderbedarf sind Inklusionsräume vorgesehen. Barrierefrei sind die neue und die alte Schule über einen Gang im ersten Obergeschoss miteinander verbunden. Die neue Mensa teilen sich die Kinder aus beiden Schulgebäuden. Die Anlieferung für die Mittagsverpflegung wird über die Waldluststraße erfolgen. Neue Räume darf auch die Kinderbücherei beziehen und sie bekommt einen eigenen Eingang.

Errichtet wird auf dem Gelände eine zweite Dreifachturnhalle, die – vielfach ersehnt - in den Abendstunden und am Wochenende auch den Haarer Sportvereinen zur Verfügung stehen wird. Parken können Lehrer und Sportler dann in der Tiefgarage mit 51 Stellplätzen.

Die Pausenflächen werden etwa 1000 qm über den gesetzlichen Anforderungen für 800 Schüler liegen und gliedern sich in drei Bereiche. „Es war sehr überzeugend, mit wieviel Ideen die Landschaftsarchitekten in das Bietergespräch gekommen sind“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Müller. Die Anregung der Grünen, die Schulfamilie in die Gestaltung einzubeziehen, wird weitergegeben.

„Im vorliegenden Entwurf sind fast alle unsere Wünsche aus der Auslobung berücksichtigt“, so die Bürgermeisterin. Allein auf die Aufständerung wurde verzichtet, wegen der Gebäudetiefe, die man für das Lernhaus-Konzept benötigt.

Mit den Kosten bleibt die Schulerweiterung samt Dreifachturnhalle und Tiefgarage im gesetzten Kostenrahmen von rund 26 Millionen Euro. Baubeginn ist für Sommer 2018 geplant, die Fertigstellung zum Sommer 2020, rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahrs.

In Kürze werden die Architekten wieder im Rathaus erwartet. Die Eckpunkte sind jetzt gesetzt. Jetzt beginnt die Feinarbeit.

 

Ute Dechent