03. Juli 2015

Schiff ahoi!

„Warum ist denn das alte Holzschiff weg?“ „Weil es alt und kaputt war. So geht das ja unter!“ Treffender, als der kleine Mann mit seiner frechen Nickelbrille, kann man auf die Frage der Haarer Bürgermeisterin Gabriele Müller wohl nicht antworten. Der stark besuchte Spielplatz am Sport- und Freizeitpark wurde in den letzten Wochen komplett erneuert. Nur das Motto ist noch gleich: Es ist der Schiff-Spielplatz geblieben, wie ihn der Haarer Nachwuchs schon immer nannte. Nur: Das Schiff ist mittlerweile tatsächlich untergegangen.

Zwischen 100 und 16hundert43Millionen Euro haben die neuen Spielgeräte mit Sicherheit gekostet, schätzten die Kinder, die bei der Eröffnung des Spielplatzes anwesend waren. Es waren die Kinder der Elterninitiative „Bärenhöhle“, denn die nutzen den Spielplatz schon seit jeher wie ihren Garten – liegt die Kindereinrichtung doch direkt nebenan. Übrigens: Die wahren Kosten liegen tatsächlich zwischen den Schätzungen der Kinder: 62.658 Euro hat die Gesamtmaßnahme gekostet, wie Gabriele Müller den erstaunten Kindern berichtete.

Ein versunkenes Schiff im Sand
Doch der Spielplatz kann sich auch wirklich sehen lassen: Das Spielplatzareal wird nun als ein Meer gesehen, in dem ein versunkenes Schiff liegt. Aus dem Meer (Sand) ragen nur noch Bug und Heck des Schiffes, die jeweils mit tollen Spielmöglichkeiten wie Sandaufzug, Sprossenaufstieg, Sprach- und Schüttrohren, Kletterwänden, Sitzbänken und einer Rutsche versehen sind. Und auch der Mast des „Wracks“ ragt hervor – weit hervor, denn hieraus wird eine Kletter-Dreh-Karussell. Damit das alles Platz hatte, musste die Fläche ein klein wenig Richtung Osten erweitert werden. Und leider hat auch ein Baum gefällt werden müssen: Sein Wurzelwerk war bereits in die alten Spielgeräte eingewachsen gewesen, deren Entfernung dem Baum nicht gut tat. Mittlerweile ist aber ein neuer Baum gepflanzt, der sogar mit einer sechseckigen Parkbank gesäumt wurde.

Zuerst mal Probespielen
Auch Oliver Eberle, Leiter des Sport- und Freizeitparks war mit Sohn Frederik mit von der Partie – und das aus zweierlei Gründen: Zum einen betreute und begleitete der große Herr Eberle den Bau, der kleine Herr Eberle indes hatte die ehrenvolle Aufgabe des „Probespielens“ übernommen. Er testete an einem ähnlichen Spielplatz bei Poing bereits die Spielgeräte – und hat sie für gut befunden. Und die anderen Haarer Kinder scheinen seine Meinung zu teilen.

Claudia Erl