02. September 2016

Neue Auszubildende im Haarer Rathaus

Aus zwei mach vier: Seit dem 1. September hat sich die Anzahl der Auszubildenden im Rathaus in Haar verdoppelt. Die beiden Neuzugänge: Die 20-jährige Egzona Kartalli beginnt ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, der 29-jährige David Manzo Gomez will Fachinformatiker werden.

Eine Vorstellungsrunde durchs Haus, eine kleine Rundfahrt durch die Gemeinde, ein Gespräch mit der Bürgermeisterin, erste Einweisungen durch den Geschäftsleiter – so sah der erste Arbeitstag der beiden neuen Azubis der Gemeinde Haar aus. Aufregend war es trotzdem, wie sie beide betonten.

Auf dem Weg zum Wunschberuf

Für Egzona Kartalli ist es die erste Ausbildung nach der Schulzeit, die sie im Landkreis Ebersberg verbracht hat. Büroarbeit war immer schon ein Wunschberufsfeld der jungen Frau – und dass nun noch Aspekte wie Verwaltung und Gesetze hinzukommt, findet sie spannend. „Lernen macht ja schließlich Spaß“, sagt sie. David Manzo Gomez hat in Mexiko bereits Jura studiert und will nun in Deutschland eine Ausbildung absolvieren. „Das deutsche Recht ist natürlich ganz anders als das mexikanische. Und so will ich jetzt hier meiner zweiten Leidenschaft nachgehen, dem IT-Bereich“, erklärt der junge Mann, in nahezu akzentfreiem Deutsch – eine wirklich beachtliche Leistung, ist er doch erst seit einem Jahr in Deutschland.

Eine Premiere und wertvolle Stützen

Drei Jahre lang werden die beiden nun ihre Ausbildung absolvieren. Verwaltungsfachangestellte hat man im Rathaus schon viele ausgebildet, im IT-Bereich ist die Ausbildung jedoch eine Premiere. „Dafür hat ein Mitarbeiter extra einen Lehrgang absolviert, um die Ausbildereignung zu erlangen“, erklärt Geschäftsleiter Helmut Schmid. Auch Bürgermeisterin Gabriele Müller freut sich sehr über die Verstärkung im Rathaus. Nicht zuletzt, weil die beiden jungen Frauen, die nun bereits im zweiten Ausbildungsjahr sind, bereits wertvolle Stützen der Verwaltung geworden sind. „Wenn dann beide im Blockunterricht sind und somit im Haus ausfallen, dann merken wir das schon ganz schön“, erklärt Gabriele Müller. Da sei es schon gut, noch einen zweiten Azubi-Jahrgang zu etablieren. Allerdings ist dann die Kapazität des Rathauses auch erreicht – schließlich wollen sich die einzelnen Abteilungen auch die Zeit nehmen, die Auszubildenden ausführlich in ihre Arbeit einzuweisen. Insgesamt bildet die Gemeinde derzeit übrigens sieben junge Menschen aus: vier im Rathaus, zwei im Bäderbereich und einen Elektriker am Bauhof. Und auch in den gemeindlichen Kindergärten gibt es eine Reihe Erzieherinnen im Berufsanerkennungsjahr.

Gute Perspektive

Die Zukunftsaussichten der gemeindlichen Azubis sind übrigens sehr gut. „Wir können natürlich keine Garantie geben, aber wir wollen unseren Auszubildenden im Anschluss an die Ausbildung eine Arbeitsstelle anbieten“, sagt Helmut Schmid. „Und das ist uns bisher praktisch auch immer gelungen“, ergänzt die Bürgermeisterin lächelnd.

Claudia Erl

Im Bild v.l.n.r.: Bürgermeisterin Gabriele Müller, David Manzo Gomez (IT-Auszubildender), Egzona Kartalli (Verwaltungs-Auszubildende) und Geschäftsleiter Helmut Schmid