01. September 2016

Auf Werbetour für den "Haarer Zehner"

Haar bekommt eine eigene Währung. Na ja, beinahe. Ab dem Herbst wird es nämlich den „Haarer Zehner“ geben – einen Einkaufsgutschein, der in möglichst vielen Ladengeschäften, Restaurants und Dienstleistern in Haar eingelöst werden kann. Bei diesem scheckkartengroßen Gutschein handelt es sich um eine Initiative der Wirtschaftsförderung im Haarer Rathaus – und gerade eben wurden die Haarer Geschäftsleute aufgerufen, sich zu beteiligen. Bürgermeisterin Gabriele Müller hat die ersten Geschäfte sogar persönlich angeworben. Ihre Erfolgsquote: 100 Prozent.

„Ich finde das super - so bleiben die Haarer in Haar.“ Es ist nahezu wortgenau die identische Reaktion, die Bürgermeisterin Gabriele Müller in den Geschäften der Haarer Leibstraße bekommt. Und den meisten, die sie mit ihrem „Haarer Zehner“ besucht, muss sie das Prinzip gar nicht mehr erklären: Sie haben die Rückmeldung, die sie erst am Morgen in der Post hatten, bereits ausgefüllt und ans Rathaus zurückgeschickt. Das Potential dieser Aktion wurde gleich erkannt.

Kaufkraft im Ort halten

Der „Haarer Zehner“, den man ab dem Herbst im Haarer Rathaus erwerben kann, ist eine ideale Geschenkidee für Haarer Bürgerinnen und Bürger. Denn der Beschenkte kann selbst entscheiden, ob er sich dafür die Haare schneiden, das Auto polieren, ein Buch, Blumen oder eine neue Lampe kaufen oder schön essen gehen will. Das Besondere: Einzulösen ist das Ganze ausschließlich innerhalb der Gemeindegrenzen. „Wir halten damit die Kaufkraft im Ort – und das ist gerade in Zeiten des Internethandels und der großen Einkaufszentren ein enorm wichtiger Aspekt“, sagt Bürgermeisterin Gabriele Müller. Sie hofft, dass auf diese Weise manch Haarer, der sich vor allem in den Internetportalen tummelt, merkt, wie viel Auswahl man auch direkt vor Ort hat. Persönlicher Kontakt und Service inklusive.

Warum nur Zehner?

Warum gibt es nun ausgerechnet und ausschließlich einen 10 Euro-Gutschein? Das hat zwei Gründe: Zum einen bekommt man als Kunde kein Rückgeld auf die Gutscheine, das heißt, man muss den Betrag auf einmal ausgeben. Zum anderen ist dieser vergleichsweise niedrige Betrag ein gutes Geschenk auch unter Jugendlichen oder Menschen mit kleinerem Geldbeutel – denn auch die hätte man gerne mit an Bord. Und wenn das Geschenk üppiger ausfallen darf, ist ja nichts gegen mehrere „Haarer Zehner“ einzuwenden.

Weitere Verkaufsstellen

Im Rathaus hofft man nun, dass die Karte nicht nur bei den Geschäftsleuten, sondern auch bei den Bürgerinnen und Bürgern einschlägt. Derzeit werden gerade noch weitere Verkaufsstellen in der Gemeinde generiert, damit die Haarerinnen und Haarer nicht ausschließlich auf die Rathausöffnungszeiten angewiesen sind. Mit Mathias Willerer und seinem Schreibwarenladen gibt es schon die erste Zusage für eine Verkaufsstelle. „Das ist einen gute Sache“, sagt er.

Flyer und Plakate

Beinahe verwundert zeigten sich einige Geschäftsleute, dass für sie die ganze Aktion kostenfrei ist – und sie sogar noch kostenlose Werbung von Seiten der Gemeinde bekommen. Doch genau um so eine Unterstützung geht es Gabriele Müller ja auch. Die teilnehmenden Geschäfte werden allesamt in einem Flyer aufgeführt, den man beim Kauf eines Gutscheins erhält. Außerdem werden die Geschäfte auch Plakate für ihre Läden erhalten, mit denen sie sich sofort erkennbar als Teilnehmer des „Haarer Zehners“ kennzeichnen können.

Übrigens: Der „Haarer Zehner“ ist auch optisch ganz klar in Haar verortet: Er zeigt das Uhrenkunstwerk in der Leibstraße, auf dem es zufällig gerade 10 vor 10 ist.

Alle Haarer Geschäftsleute, die kein Anschreiben von der Gemeinde Haar erhalten haben, aber trotzdem gerne beim „Haarer Zehner“ teilnehmen würden, können sich sehr gerne im Rathaus melden.

Claudia Erl