15. April 2016

Schule als Lebensraum

In der März-Sitzung hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, die dritte Grundschule auf dem Gelände der Grundschule am Jagdfeldring zu bauen und die Ausschreibung für einen EU-weiten Architektenwettbewerb vorzubereiten.

Um die emotionalisierte Diskussion zu versachlichen lade ich alle interessierten Eltern am 9. Mai um 19 Uhr ins Bürgerhaus ein. Juliane Dworzak, die Schulleiterin der Jagdfeldschule und ich werden Ihnen die räumlichen und pädagogischen Konzepte der neuen Schule vorstellen. Im Anschluss beantworten wir gerne Fragen aus dem Publikum.

Die in der Machbarkeitsstudie dargestellte Lösung zur Erweiterung der Jagdfeldschule beabsichtigt ein zusätzliches Gebäude auf Stelzen, das

a) großzügige Pausenhof- und Freiflächen generiert
b) im Hinblick auf das Raumprogramm modernen pädagogischen Standards folgt
c) den Bau einer Dreifachturnhalle ermöglicht, die dieser Schule wie dem Vereinssport dient.

Damit kann insgesamt ein räumlicher Standard erreicht werden, der im Schulzentrum an der St.-Konradstraße auch bei einer Verlagerung der Mittelschule nicht erreichbar wäre.

Von Anonymität kann sowohl im Hinblick auf die Schüler als auch auf die Lehrkräfte und die Schulfamilie nicht die Rede sein, denn die Schulen werden als jeweils getrennte Einheiten von je 400 Kindern geführt werden. Diese Größenordnung ist heute schon in der Jagdfeldschule die Regel. Die Frage einer gemeinsamen Schulleitung diskutieren wir momentan noch mit der Schulamtsdirektorin und der Regierung.

Optimale Arbeitsbedingungen für Lehrer und Kinder.

Die Gemeinde wird als Sachaufwandsträger der Schule die Vorgabe für den Architekturwettbewerb stellen, dass Klassenzimmer mit Förder- und Fachräumen kombiniert werden, damit in Kleingruppen und im Ganztagsbetrieb gearbeitet und gespielt werden kann. Die Atmosphäre einer Schule entsteht durch die pädagogische Arbeit vor allem der Lehrerinnen und Lehrer. Es wird Räumlichkeiten geben für die Schulsozialarbeit und für die verschiedenen nachschulischen Betreuungsvarianten, in denen sich die Kinder auch klassen- und jahrgangsübergreifend kennenlernen und Gemeinschaft erleben.

Die Qualität in einer Bildungseinrichtung macht sich definitiv unabhängig von der Schülerzahl fest. Nebenbei: Eine „Zwergenschule“ könnte modernen pädagogischen Anforderungen im Ganztagsbetrieb nicht standhalten.