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Gemeinde Haar sorgt für weitere Kinderbetreuungsplätze 23.07.2010 


Das Thema Kinderbetreuung lässt den Haarer Bürgermeister nicht zur Ruhe kommen. Hauptgründe: ein deutlich höherer Bedarf an Krippen- und Hortplätzen sowie an Kindergartenplätzen für Kinder, die ab Herbst 3 Jahre alt werden. „Rund 100 fehlende Plätze zwingen zum Handeln, bekräftigt Helmut Dworzak. Und das Rathaus handelt auch. Bereits im kommenden Herbst wird der Gemeindekindergarten Gronsdorf erweitert . Die Genehmigungsverfahren mit dem Landratsamt und die Personalsuche laufen.
 
Zusätzlich mietet die Gemeinde ein Wohnhaus in der Robert-Koch-Straße . Dort können sowohl Krippen- als auch Kindergartenkinder untergebracht werden. Die baulichen Voraussetzungen nimmt die Gemeinde in Angriff. Ein Träger ist bereits gefunden: die Arbeiterwohlfahrt München-Land, die in Haar auch den neuen Waldkindergarten führt. Bis zum Januar 2011 könnten so rund 40 zusätzliche Plätze für Ein- bis Sechsjährige zur Verfügung gestellt werden. Kindergartenkinder  werden vorrangig berücksichtigt. Die Strategie, große Wohnungen oder auch Häuser vorübergehend anzumieten und temporär als Kita zu nutzen, will die Gemeinde weiterverfolgen. „Wir sind an weiteren Objekten interessiert“, sagt Bürgermeister Dworzak.
 
Der Mangel an Hortplätzen wird von der Volkshochschule Haar aufgefangen: Das Grundschulkolleg der Volkshochschule Haar startet ab September mit einer weiteren Gruppe und mit neuen Betreuungszeiten: Montag bis Freitag bis maximal 17 Uhr. Ein Ferienprogramm ist im Aufbau. Anmeldung direkt über die Volkshochschule Haar e.V. Friedrich-Ebert-Straße 12, Telefon 089 – 45 69 85 10.
 
Mit ihrem alternativen Hortkonzept sind die „Naturindianer“ auf die Gemeinde zugekommen. Sie versprechen „Bildung für nachhaltige Entwicklung, aber mit Spaß und Genuss!“ Vorstellbar wäre eine räumliche Kooperation mit der Jagdfeldschule und dem Freizeitheim DINO: Mittagessen und Hausaufgaben in der Schule, Spiel- und Erholungszeit in freier Natur und in Indianerzelten am Wieselweg. „Wir stehen der Idee grundsätzlich positiv gegenüber“, sagt Bürgermeister Dworzak. „Bei entsprechender Nachfrage und positiven Signalen aus dem Landratsamt würden wir das Projekt weiterverfolgen.“ Interessierte Eltern können sich unter www.naturindianer.de eingehender informieren. 
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