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29 Jugendliche erhalten Ehrung durch die Gemeinde Haar 13.11.2009 


Eine ungewöhnlich lockere Atmosphäre für einen offiziellen Termin herrschte im Haarer Bürgersaal: Über die Lautsprecher tönte laute Musik, an den festlichen Stehtischen plauderten vorwiegend Jugendliche - wobei manch einem eine gewisse freudige Nervosität ins Gesicht geschrieben stand. Schließlich sollten 29 von den jungen Menschen an diesem Tag eine ganz besondere Auszeichnung erhalten. Bereits zum zweiten Mal lud die Gemeinde Haar zur Jugendehrung, um dem besonders engagierten Haarer Nachwuchs zu danken.
 
„Meist bekommt man Urkunden und Auszeichnung erst, wenn man 80 Jahre alt wird. Wir wollen in Haar aber nicht bis 80 warten, sondern euch ermutigen, bis 80 mit eurer ehrenamtlichen Arbeit durchzuhalten.“ Auch wenn Bürgermeister Helmut Dworzak herzhafte Lacher für diesen Teil seiner Rede bekam, so steckt doch genau in diesem Satz eine große Brisanz. Gutes tun, ohne dafür materiell entlohnt zu werden - dafür hat man in weiten Teilen der heutigen Ellenbogen- und Konsumgesellschaft nur noch wenig Verständnis. „Doch ohne das Ehrenamt würde das kulturell-sozial-sportliche Leben nicht funktionieren. Das Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft“, betonte der Rathauschef. Genau deshalb wollte die Gemeinde einen persönlichen Dank an die jungen Menschen richten, die sich in ihrer Freizeit für das Allgemeinwohl engagieren – in den Vereinen, den Kirchen oder Freizeitheimen. „Eine Gemeinde ist wie ein Organismus aus lauter einzelnen Zellen. Und wenn’s denen gut geht, dann geht es auch dem ganzen Organismus gut“, sagte Dworzak. Wie gut es den Zellen geht, zeigte die Resonanz: Auf einen Aufruf des Rathauses hin meldeten die Vereine und Institutionen ihre aktivsten Ehrenamtlichen zur Ehrung an – 29 an der Zahl. Und die rief der Bürgermeister schließlich namentlich zu sich, um ihnen feierlich eine Urkunde zu überreichen. „Die könnt ihr euch natürlich zuhause übers Bett hängen – aber auch in der Bewerbungsmappe ist so eine Urkunde eine wichtige Sache“, erklärte Dworzak. Schließlich sage Ehrenamtlichkeit viel über die Persönlichkeit aus: Man sei fähig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, bringe Einsatzfreude und Teamfähigkeit mit. Und genau das seien doch die wichtigsten Kriterien für die zukünftigen Ausbilder und Chefs – manchmal sogar wichtiger als eine gute Note im Abschlusszeugnis ...
 
Die Ausgezeichneten:
Ausgezeichnet wurden die Schulsprecher des Ernst Mach Gymnasiums, Jan Bever, Justin Hecht und Yolanda Werli. Von der Pfarrjugend St. Konrad durften Michaela Halbauer vom offenen Jugendtreff und der Ministrantenarbeit, die mit Leitungsaufgaben betreute Oberministrantin Theresa Zimmermann sowie Franziska Kammerlohr, Laura Müller, Nikolaus Himmler und Christian Klee für die Leitung und Organisation des jährlichen Zeltlagers die Urkunde entgegennehmen. Auch St. Bonifatius war mit acht Ehrenamtlichen vertreten: Patrick Schwarz, Anna Zellner, Andreas Pauels und Sofie Elfinger leiten und organisieren hier das Zeltlager, Anna Zellner engagiert sich zudem in der Firmvorbereitung und Patrick Schwarz ist Jugendheimbeauftragter. Sebastian Friedl ist zusammen mit Martina Boltz in der Jugendarbeit engagiert, wobei Sebastian Friedl auch in der Jugendheimrenovierung ganz vorne mit dabei ist und Martina Boltz in der Firmvorbereitung tätig ist. Johanna Boltz sowie Marion Friedl beschäftigen sich als Oberministrantinnen auch mit Leitungsaufgaben. In der evangelischen Jugendkirche ist Sonja Keymer als Vorsitzende des Jugendausschusses besonders in der Jugendarbeit engagiert und Sandra Hermann übernimmt die Organisation und Durchführungen von Veranstaltungen. Auch im Sport gibt es das Ehrenamt: Isabella Simbeck trainiert bei den Disciples den Baseballnachwuchs und Alexander Carrels ist beim TSV als Ausbilder, Wettkampfbetreuer und Internetwart tätig. Beim DLRG sind Markus Linner, Stefanie Holitzky, Alexander Heining und Fabian Bierbaum als Ausbilder in der Jugendarbeit tätig, wobei Markus Linner auch die Technische Leitung innehat. Schließlich konnte auch das Freizeitheim DINO vier ehrenamtliche Jugendliche nennen: Veronika Franken, Fabian Emgan und Nadine Bierl engagieren sich im Leitungsteam, wobei Fabian Emgan auch bei der Hausrenovierung als Künstler tätig war. Miea Nurse schließlich ist Mitglied im so genannten A-Team und für die Teeniearbeit im Haus zuständig. 
  
  
 
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