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Haarer Schulweghelferdienst wieder gut aufgestellt 12.10.2009 


Kein Schulwegunfall – das ist wohl die schönste Bilanz, die rund 60 Haarer Frauen und Männer im Rückblick auf das vergangene Jahr ziehen können. Schließlich haben sie als Schulweghelfer großen Anteil an diesem erfreulichen Ergebnis, denn: Sie sind es, die jeden Tag ehrenamtlich bei Dauerregen oder Sonnenschein an den gefährlichen Stellen im gesamten Gemeindegebiet  stehen, um den Schulkindern über die Straße zu helfen.
 
Schon traditionell zum Schuljahresbeginn sperrte Haars Bürgermeister Helmut Dworzak den großen Sitzungssaal für die Schulweghelfer auf, damit sich alle zusammen an einen Tisch setzen können, um Erfahrungen aus dem letzten Jahr auszutauschen, die neuen Einsatzpläne zu schreiben – und: um sich die von der Gemeinde spendierten Weißwürste schmecken zu lassen. „Es liegen derzeit keine Brennpunkte vor, wir haben stabile Verhältnisse in der Straßensituation“, konnte Polizeihauptmeister Hans-Joachim Roth, Verkehrssachleiter der Haarer Polizeiinspektion verkünden. Und doch erkundigte sich die Truppe von Müttern, Vätern und Großeltern beim Bürgermeister über verschiedene Möglichkeiten, die Schulwege noch sicherer zu machen. So wurde über die Errichtung von Bedarfsampeln oder Zebrastreifen als Überquerungshilfen diskutiert, über den Sinn von Verkehrsschildern gesprochen und vor allem Geschwindigkeitsmessungen angefordert. Helmut Dworzak warnte jedoch vor einer ganz neuen Gefahr: Immer häufiger würden Autos ihrem Gegenverkehr über den Gehsteig ausweichen. „Mit den Gehsteigfahrern wird’s lebensgefährlich, weil häufig geht das Kind vorweg aus der Gartentür. Da rechnet doch niemand mit einem Auto“, warnte der Bürgermeister. Mit wechselseitigem Halteverbot versuche man an manchen Stellen dieses Problem zu beheben. Ebenfalls chaotisch gehe es zeitweise vor dem Schulkomplex am Jagdfeldring zu: Hier seien es vor allem wild parkende Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, die die Sicherheit gefährden. Für die Leiterin der Schulweghelfer, Edith Spreng, bleibt der Übergang an der B 471 der gefährlichste der ganzen Gemeinde. Hier würden sich sogar gerne auch mal Erwachsene bei der Überquerung von den Schulweghelfern helfen lassen. Andere Überquerungshilfen lassen sich an dieser Stelle allerdings schwer realisieren, da für diese Straße der Bund zuständig ist. Doch der Bürgermeister ist ohnehin kein richtiger Freund solcher Hilfen: „Zebrastreifen sind nur eine vermeintliche Sicherheit, weil viele Auto sie schlichtweg ignorieren“, sagt er. Und auch bei Bedarfsampeln solle man den Kindern eintrichtern, dass sie auch bei grünem Licht erst losmarschieren, wenn die Autos tatsächlich stehen - denn auch solche Ampeln werden von den Autofahrern nicht selten übersehen. Am sichersten ist und bleibt eben der Erwachsene, der die Kinder über die Straße geleitet – und davon gibt es auch in diesem Haar wieder ausreichend: 50 Helfer und 10 Vertreter haben sich auf den Aufruf von Edith Spreng für das Amt des Schulweghelfers gemeldet – und so können auch im 15. Jahr seit Bestehen des Schulweghelferdienstes wieder alle wichtigen Stellen besetzt werden: In sämtlichen Dörfern stehen die Eltern in den gelben Westen, an den beiden Bundesstraßen B471 und B 304, am Bahnhof und an der Leibstraße. 
  
 
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